VON PETER BURKHARDT

Reisen Schweizerinnen und Schweizer ins Ausland, reist ihre Kleinkariertheit oft mit. Das zeigt eine Umfrage bei den drei grossen Reiseveranstaltern Kuoni, Hotelplan und TUI Suisse sowie beim Ombudsmann der Reisebranche, Beat Dannenberger. Sie werden allesamt mit skurrilen Klagen bombardiert.

An den Haaren herbeigezogen mutet beispielsweise die Reklamation jenes Schweizers an, der nach der Rückkehr aus Ägypten schrieb: «Leider war die Rundreise nicht gerade abwechslungsreich, das heisst einfach zu viele Pyramiden.» Ein anderer fühlte sich übervorteilt, weil die «Auswahl beim Frühstück eher klein» war. Seine Kritik: «Es waren keine Longdrinks erhältlich.»

Mit den geografischen Kenntnissen ist es bei vielen Reisenden nicht weit her. So bei jenem Kunden, der früher nach Hause reisen wollte, weil ihm das Hotelzimmer auf Mallorca nicht gefiel. Alle Flüge waren jedoch ausgebucht. Der Kunde meinte darauf: «Kein Problem, wir sind ja in Spanien, ich nehme den Zug.»

Nicht mit übermässigem Wissen über ihr Reiseland be-frachtet war auch jene Kundin, die auf den Malediven vergeblich ein Mietauto suchte. Das ist aber auch schwierig, weil die Ferieninseln mehrheitlich aus Korallenriffen bestehen und weitgehend autofrei sind. Apropos Malediven: Eine andere Schweizerin verlangte eine Rückerstattung, weil dort der Sand nicht sauber war. Ihre Klage: «Es lagen zu viele Palmenblätter am Strand.»

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