VON YVES DEMUTH

Der Kampf um die Verteilung der Sanierungslasten der SBB-Pensionskasse ist voll entbrannt. Selbst wenn das Parlament dem Vorschlag des Bundesrates folgt und der Bähnlerkasse 1,148 Milliarden Franken überweisen wird, müssen die SBB-Mitarbeiter happige Sanierungsmassnahmen schlucken.

Vorgestern Freitag verabschiedete der paritätisch zusammengesetzte Pensionskassen-Stiftungsrat gemäss «Sonntag»-Informationen die Massnahmen für die zehnjährige Sanierungsperiode. Sie werden noch unter Verschluss gehalten, bis sie der SBB-Verwaltungsrat am 7. September abgesegnet hat. Und das sind sie:

Ab 2010 wird ein Sanierungsbeitrag von 2,5 Lohnprozenten abgezogen.

Das Zielrentenalter wird von 63,5 auf 65 Jahre erhöht.

Das bisher einbezahlte Altersguthaben der Mitarbeiter wird für ein Jahr gar nicht verzinst, und danach folgen Minderverzinsungsrunden. Dies kann einer Kürzung der späteren Renten von heutigen Mitarbeitern von 10 Prozent entsprechen – je nachdem, wie viel der SBB-Angestellte bereits in die Pensionskasse einbezahlt hat.

Die einschneidenden Sanierungsmassnahmen sind dem Verband der Schweizer Lokomotivführer (VSLF) zu einseitig ausgerichtet. Denn die Mehrheit der Versicherten, die Rentner, wird nicht belangt.

«Es darf nicht sein, dass die Arbeitnehmer in den nächsten zehn Jahren bluten müssen, während die Rentner sich nicht an der Sanierung mitbeteiligen. Die Pensionierten müssen mithelfen, die SBB-Pensionskasse zu sanieren», fordert deshalb VSLF-Präsident Hubert Giger.

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