VON ARTHUR RUTISHAUSER

Der Fall UBS soll jetzt doch aufgearbeitet werden. Nächste Woche gibt das eidgenössische Finanzdepartement (EFD) bekannt, dass zwei Professoren eingesetzt werden, welche die Rolle der Bankenaufsicht (Finma) im Fall UBS überprüfen sollen. Dies bestätigt EFD-Sprecher Roland Meier. Dass es so weit kommt, liegt an einer Motion von Ständerat Eugen David (CVP/SG) sowie an 7 Interpellationen von Nationalrat Philipp Müller (FDP/AG).

Auslöser von Müllers Interpellationen war ein Bericht der Finma selber, der teilweise gravierende Schwächen bei der Organisation und in der Informatik der UBS offen legte. Dies hatte laut Bericht dazu beigetragen, dass es möglich war, dass die grösste Schweizer Bank mit Schrottpapieren über 50 Milliarden Franken verloren hat. Müller stellte dem EFD als Vorgesetzter Behörde zum Bericht 21 Fragen, deren Antworten nun vorliegen.

Allerdings sind die Auskünfte nicht vom EFD, sondern von der Finma. Das EFD will sich erst äussern, wenn der Untersuchungsbericht der Professoren vorliegt. Die Finma begrüsst laut Alain Bichsel die bevorstehende Untersuchung. Gleichzeitig kündet die Finma an, dass sie ihrerseits die Rolle der UBS-Revisionsgesellschaft (Ernst&Young) untersuchen will.

Weiter sagt Finma-Sprecher Bichsel, nächste Woche würde die mit Spannung erwartete definitive Entlöhnungs-Regelung für die Banken publiziert. Gegen einen Entwurf mit zum Teil sehr komplizierten Regeln sind vor allem die kleinen Banken Sturm gelaufen.

Laut Insidern wird dieses Papier nur rund zwölf Banken namentlich erwähnen, die sich diesen Regeln unterwerfen müssen. Institute kleinerer Grösse werden von dieser Reglung nur am Rande tangiert sein. Bichsel sagt, man habe einem Teil der geäusserten Bedenken Rechnung getragen.

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