VON YVES DEMUTH

Mittwochabend in den Räumlichkeiten der Busbetriebe Schwyz: Zum zweiten Mal diese Woche löchern die Angestellten ihre Verwaltungsräte und die Geschäftsleitung zur Situation ihrer Pensionskasse Ascoop. Reto Wehrli, Ver-waltungsrat und CVP-Nationalrat, berichtet von besorgten Mienen der Chauffeure, die um ihre Rente und die Zukunft der Auto AG Schwyz fürchten.

Das Busunternehmen muss für die Pensionskassensanierung 1,2 Millionen Franken auftreiben – weiss aber nicht, woher es das Geld nehmen soll: «Die Pensionskassensanierung ist für uns existenzbedrohend. Als Busbetrieb haben wir wenig Eigenkapital und eine Kapitalerhöhung ist bei privaten Investoren aussichtslos, wenn wir damit bloss das Pensions-kassenloch stopfen», sagt Wehrli. «Erhalten wir keine Unterstützung der öffentlichen Hand, müssen wir die Bilanz deponieren.» Der Kanton Schwyz hat sich jedoch bereits als nicht zuständig erklärt.

Kaum zu glauben ist dies für Reto Wehrli: «Einem grossen Teil des öffentlichen Verkehrs droht das Grounding und niemand will sich darum kümmern.» Der Bund erkläre sich als nicht zuständig und verweise an Kantone und Gemeinden und umgekehrt. «Keiner der politisch Verantwortlichen will sich der unangenehmen Aufgabe stellen.»

Selbst für die wesentlich grössere Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) ist die Situation proble-matisch, wie Direktor Stefan Schulthess sagt: «Die SGV muss entweder die Flottenerneuerung verschieben oder Kredite aufnehmen, um im Frühjahr die voraussichtlich rund vier Millionen Franken an die Ascoop zu überweisen.» Wenn man Konkurse von anderen kleineren Schifffahrts-gesellschaften verhindern wolle, müssten die betroffenen Kantone und Gemeinden schon bald wesentliche Beträge einschiessen.

Auch in Solothurn kennen die Busbetriebe das Problem: «Bis Mitte nächsten Jahres müssen wir 2,8 Millionen Franken an die Ascoop überweisen. Dies könnten wir nur dann, wenn uns eine Bank ein Darlehen auf unsere Busgarage gewähren würde. Gelingt dies nicht, würden wir nächstes Jahr in existenzielle Probleme geraten, da uns schlicht das Geld für den Betrieb fehlen würde», erklärt der stellvertretende Direktor der Busbetriebe BSU Hans-Jakob Stricker.

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