Das bestätigt ein Sprecher der UBS gegenüber dem «Sonntag». Die UBS unterstützt den USA-Ableger der grössten Kunstmesse der Welt, der Art Basel, seit der Gründung. Der Vertrag lief Ende 2011 aus und wird nun erneuert.

Die Weiterführung des Sponsorings ist pikant, da die Kunstmesse in Miami im Zentrum des Skandals um hinterzogene Steuermillionen reicher Amerikaner steht. Im Hotel Delano (Bild) feierte die UBS ausschweifende Partys. Privatebanker luden ihre amerikanischen Kunden ein. Für noch exklusivere Events wurde die Villa eines Neffen von John F. Kennedy dazugemietet.

Doch der Kater kam bald. Die Falle schnappte zu: Im April 2008 verhafteten die US-Behörden den Generaldirektor Martin Liechti, der in Miami die UBSGeschäfte leitete. In der Folge wurden zahlreiche UBS-Manager angeklagt oder mussten den Hut nehmen. In Miami kam der Steuerskandal ins Rollen, von dem mittlerweile der gesamte Finanzplatz erfasst ist. Die Kunstmesse in Miami ging diese Woche zum zehnten Mal über die Bühne.

Die Grossbank, die bereits die Muttermesse in Basel unterstützt, will ihre Sponsoringplattform auch in Asien ausbauen. Damit soll die Marke UBS weltumspannend mit zeitgenössischer Kunst in Verbindung gebracht werden. Dieses Jahr kauften die Betreiber der Art Basel die «Art HK» in Hongkong, die wichtige Kunstmesse im asiatischen Raum.

Der Ausbau des Kunstsponsorings bedeutet nicht das Ende des Engagements im Automobilsport. Der Millionenvertrag mit der Formel 1 läuft noch für die nächsten drei Saisons. Das Sponsoring von Blech und Boliden ist intern nicht unumstritten. Der Streuverlust für eine Bank, die international auf betuchte Kunden setzt, sei riesig, heisst es.

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