Vor einem Jahr gab die Fluggesellschaft Swiss die Bestellung von sechs Boeing-Flugzeugen des Typs 777-300ER bekannt. Ab 2016 sollen sie einen Teil der Swiss-Langstreckenflotte, bestehend aus 15 Airbus-340-Maschinen, ersetzen. Ob die neun weiteren Maschinen ebenfalls von Hersteller Boeing oder von Airbus stammen würden, liess Swiss-Chef Harry Hohmeister damals noch offen.

Laut «Schweiz am Sonntag»-Informationen gab Hohmeister aber kürzlich an einem Mitarbeiteranlass Auskunft zu den weiteren Flottenplänen. Demnach soll sich Hohmeister dahingehend geäussert haben, dass man Kaufoptionen für neun weitere 777-Maschinen besitze. Käme es zum Kauf, betrüge das Investitionsvolumen für die neuen Flieger rund 2 Milliarden Franken.

Offiziell will sich die Swiss nicht in die Karten blicken lassen. «Dazu gibt es derzeit nichts Neues zu berichten», sagt Sprecherin Susanne Mühlemann. Branchenkenner wären allerdings nicht überrascht, käme Boeing ein weiteres Mal zum Zug. Eine einheitliche Langstreckenflotte würde kostentechnisch Sinn machen, sowohl in Bezug auf die Pilotenausbildung als auch auf die Wartung der Maschinen. Zudem dürfte Hohmeister mit einem Rabatt rechnen. Schliesslich legte er für die ersten «Triple Seven» bereits rund 1,5 Milliarden Franken auf den Tisch.

Mit dem Ersatz der 15 A-340-Flugzeuge durch die Boeing-Maschinen setzt die Swiss auf die Karte Wachstum. Denn die 777 weist deutlich mehr Sitzplätze auf als der Airbus.

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