Von Nik Vontobel

Dominique De Buman fürchtet vor allem den Ausfall von Hotels, die zentrale Stützen ihrer lokalen Wirtschaft sind. «Bringen diese keine Gäste mehr in die Region, zieht das eine Kette von Folgen nach sich», sagt der Fribourger CVP-Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Tourismusverbandes zur „Schweiz am Sonntag“. Zulieferer und Restaurants, Bergbahnen und Skischulen, Handwerker oder Läden würden ebenso unter Druck kommen. «Und das obschon diese Strukturen in normalen Zeiten überleben würden.» De Buman will nicht zuwarten und auf einen schwächeren Franken hoffen. Ein Modell, wie es der Kanton Waadt bereits kennt, könnte seiner Ansicht nach helfen. «Dort werden bestimmte Hotels, wie Berg- oder Seilbahnen auch, zur generellen Infrastruktur einer Region gezählt.» Entsprechend erhielten sie Gelder aus dem kantonalen Strukturfonds. «Das sollten wir für die Bergregionen auch prüfen», so de Buman zu „Schweiz am Sonntag“. Zusätzliche Gelder will de Buman keine erschliessen, sondern in bestehenden Budgets jeweils Sonderfonds schaffen. Und staatliche Gelder sollen erst fliessen, wenn private Ideen zur Finanzierung nicht greifen. Seine Idee will er in den nächsten Wochen weiter mit Branche und Politik diskutieren. Bislang seien die Reaktionen erstaunlich positiv. «Selbst in Kreisen, die solche Ideen sonst grundsätzlich ablehnen, wächst allmählich die Erkenntnis, dass etwas getan werden muss.»

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