VON BENJAMIN WEINMANN UND FLORENCE VUICHARD

Die Zeit läuft: Ab 2013 sind sämtliche Exportsubventionen verboten, so will es die Welthandelsorganisation WTO. Das bedeutet auch das Ende für das Schweizer «Schoggigesetz», das der Nahrungsmittelindustrie erlaubt, die Rohstoffe zu europäischen Marktpreisen einzukaufen.

Nun macht Nestlé-Schweiz-Chef Roland Decorvet Druck: Im Interview fordert er den Agrarfreihandel mit der EU. «Kommt dieser nicht zustande, dann sind einige unserer Fabriken gefährdet.» Das sei keine Drohung. «Das ist eine Tatsache.»

Das Aus würde etwa auch der Leisi-Teigfabrik in Wangen SO drohen. «Wir können unseren Kuchenteig in Paris nicht doppelt so teuer verkaufen wie die Konkurrenz, nur weil er Schweizer Mehl enthält», so Decorvet. «Wir reden von Kuchenteig, nicht von Luxusuhren.»

Nestlé Schweiz habe das Potenzial, ihr Exportvolumen zu verdoppeln und somit Hunderte von neuen Jobs zu schaffen. Voraussetzung dafür seien aber offene Grenzen.

Mehr zum Thema finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!