Preissturz bei Badeferien

Foto: Thinkstock

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Wer im Herbst und Winter in den Süden fliegt, zahlt 10 bis 36 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Schweizer Tourismus droht einheimische Gäste zu verlieren.

Von Robert Wildi und Nik Vontobel

Ob Karibik, Thailand oder Gran Canaria: Wer für Herbst oder Winter die Ferien bucht, profitiert von massiv gesunkenen Preisen. Die «Schweiz am Sonntag» hat die druckfrischen Reisekataloge mit denjenigen im Vorjahr verglichen. Das Resultat: Die Arrangements sind bis zu 36 Prozent günstiger geworden, weil die Veranstalter beim Einkauf erstmals von der Aufhebung des Euro-Mindestkurses profitieren konnten. Bei ITS Coop Travel heisst es, man habe noch nie so günstige Flugpauschalreisen angeboten wie jetzt. Eine Woche Gran Canaria im 3-Sterne-Hotel (Doppelzimmer, Halbpension) kostet noch 813 Franken, im Vorjahr kostete dasselbe Arrangement 1279 Franken. Bei Tui Suisse zahlt man für eine Woche Dominikanische Republik im 5-Sterne-Hotel nun 2229 Franken, im Vorjahr waren es noch 2532 Franken.

Die Konsumenten freuts, die Schweizer Tourismusbranche bangt hingegen um ihre einheimische Kundschaft. «Fernreisen sind schon verdammt günstig», sagt Kurt Baumgartner, Hotelkönig des Unterengadins, der die Situation der Hotellerie gut kennt. Er prognostiziert, dass in den Bergregionen jedes dritte Hotel nicht überleben wird, wenn der Franken so stark bleibt. In Graubünden, Tessin und Wallis würden in den nächsten Jahren «Hunderte von Hotels» eingehen.

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