VON ARTHUR RUTISHAUSER

Nach dem Steuerdeal mit den USA wird die UBS auch in Amerika wieder zu einem attraktiven Arbeitgeber. Robert McCann, ehemaliger Manager bei der Merrill Lynch, will jedenfalls zur UBS. Darum führt er mit der Bank of America, die nach der Übernahme von Merrill Lynch sein Arbeitgeber wurde, einen Rechtsstreit, der ihn vom Konkurrenzverbot entbinden soll.

Bei der UBS ist er dem Vernehmen nach für den Job eines Chefs Privatebanking Amerika vorgesehen. Er soll dafür sorgen, dass die reichen Amerikaner ihr Geld wieder beim beim US-Ableger der UBS anlegen. Ganz legal diesmal.

Oswald Grübel, CEO der UBS, will im selben Atemzug auch gleich mehr Produktivität erreichen. So sollen auch die Chefs der Private-Banker Kunden betreuen müssen. Damit, und mit neuen Leuten, soll die Amerika-Abteilung des Privatkundengeschäfts endlich profitabel werden.

Weiter stellt die UBS-Investment-Bank massiv Leute ein. Denn die UBS ist, so Grübels Befund, in Zukunft wieder vermehrt auf das Investmentbanking angewiesen. Dies weil nach der Herausgabe von Daten aus dem Private Banking mit der Vermögensverwaltung allein eine Grossbank nicht überleben kann. Der Vorteil des Standortes Schweiz ist kleiner geworden.

Um im Investmentbanking die so genannten Rain-Makers zu bekommen, muss die UBS die Lohntüte offen. Doch das geht nicht, solange die Politiker mitreden. Darum will Grübel von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die faulen Papiere zurückkaufen, welche die UBS im letzten Herbst in höchster Not der Nationalbank abgetreten hat. Am liebsten würde Grübel noch dieses Jahr handeln. Dies berichten unabhängige Quellen. Das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» schrieb letzte Woche von einer «Schmach», die Grübel damit tilgen wolle.

Doch im Moment darf Grübel den grossen Befreiungsschlag noch nicht führen, denn noch ist nicht klar, ob die Bank wirklich gesund genug ist für die völlige Unabhängigkeit.

Worum geht es? Letzten Herbst waren für die Rettung der UBS 60 Milliarden Franken von der Nationalbank (SNB) vorgesehen. Um ganz so viel geht es nicht mehr. Im Frühjahr wurden dann aber nur Schrott-Papiere für 40 Milliarden der Nationalbank verkauft. Diese konnte dank der Erholung der Häuserpreise einen Teil dieser Papiere verkaufen.

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