Nestlé, Novartis und ABB: Schweizer Wirtschaft zu Besuch bei Barack Obama

Vertreten waren Grosskonzerne wie Nestlé, Novartis, Zurich Insurance Group, LafargeHolcim und ABB. Aber auch KMU. 60 Teilnehmer von total 45 Unternehmen statteten US-Präsident Barack Obama einen Besuch ab. Sie waren von der US-Botschaft ausgewählt und eingeladen worden für «SelectUSA», einen Anlass zur Standort- und Investitionsförderung, der Ende Juni 2016 zum dritten Mal in Washington stattfand. Finanziert wird er von der US-Regierung.

Die Schweiz stellte die grösste Delegation Europas und die fünftgrösste weltweit. Die Schweiz sei achtgrösster Investor in den USA und die Nummer eins bei Investitionen in Forschung und Entwicklung, sagt eine Sprecherin der US-Botschaft. «Deshalb zog die Schweizer Delegation Aufmerksamkeit auf sich.» Als Barack Obama seine Keynote Address hielt, ergatterten sich drei Schweizer Selfies mit dem US-Präsidenten.

Ein Thema waren die US-Präsidentschaftswahlen. «Mir bereitet es langsam ernsthafte Sorgen, dass Donald Trump echte Chancen hat, US-Präsident zu werden», sagt Martin Naville, CEO der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer. Eigentlich stünden die Republikaner der Schweizer Wirtschaft näher. «Doch mit Trump ist alles anders. Es ist komplett unklar, wie Internationalität und Voraussagbarkeit unter ihm aussähen», sagt Martin Naville. «Am Morgen heisst es bei ihm A, am Nachmittag B und am Abend C. Planbarkeit ist aber wichtig für die Wirtschaft.» Viele Schweizer Unternehmen sagten deshalb, so Naville: «Wir wollen lieber das bekannte als das unbekannte Übel.»

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