Das Mobilfunk-Unternehmen Orange macht ein grosses Geheimnis daraus, wie es in Zukunft heissen wird. Klar ist nur: Die Marke «Orange» ist Vergangenheit. Die neuen Eigentümer sparen sich die Lizenzgebühren.

Sehr wahrscheinlich tritt Orange künftig als «Salt» auf. Im Markenregister wurden im März diverse Bezeichnungen eingetragen, die auf Orange schliessen: «Salt», «Salt Communications», «Salt Mobile» und «Salt Cinema». Vor allem Letztere erinnert stark an «Orange Cinema», die Kinomarke der Lausanner. Eingetragen wurden die Marken von der Kanzlei Bär & Karrer in Zürich, die auch vereinzelt Marken für Orange registriert hat.

In Telekom-Kreisen wird «Salt» bereits als neue Marke von Orange herumgereicht. Auch ein Markenspezialist der Firma Hepp Wenger Ryffel ist auf den Namen gestossen. Auf seiner Website verweist er darauf, dass unter salt.ch vor kurzem noch eine andere Website aufgeschaltet war. Derzeit prangt dort ein Platzhalter. Auf Twitter gibt es bereits ein inaktives Konto @SaltMobile_Care. Auch über die Marke «Free» wurde zuletzt spekuliert. Diese wird vom neuen Orange-Besitzer Xavier Niel in Frankreich verwendet. In der Schweiz steht sie jedoch nicht zur Verfügung. Sunrise hat sie für sich registriert – kurz bevor die Orange-Übernahme bestätigt wurde.

Rätselhaft bleibt nur: Im Februar verkündete die Satiresendung «26 Minutes» des welschen Fernsehens «Salt» als neuen Namen in einem Sketch an. Ob sie es ernst meinte, weiss niemand. Ernst genommen wurde es nicht.

Orange-Sprecherin Thérèse Wenger wollte den Fall nicht kommentieren.

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