VON BENJAMIN WEINMANN

Die Migros will schon bald ihre Kunden die Preise mit einem Gerät selber einlesen lassen. Gemäss Recherchen plant die grösste Schweizer Detailhändlerin im kommenden Jahr erste Tests mit Handscannern in ihren Filialen. Der Vorteil: Der Kunde muss die Produkte nicht mehr aus dem Einkaufswagen aufs Förderband legen und die Schlangen an der Kasse werden kürzer.

Offiziell will sich die Migros dazu noch nicht äussern. Sprecher Urs-Peter Naef sagt aber: «Wir schauen weiterhin verschiedene Systeme an, um den Kunden den Einkauf in der Migros zu erleichtern.» Das Migros-Modell wird wohl ähnlich funktionieren wie bei Coop. Unter dem Namen «Passabene» bietet der Grossverteiler «Self-Scanning» schon seit fünf Jahren an. Das System ist heute allerdings fehleranfällig und fällt zum Teil aus.

Nun reagiert Coop: «Wir sind daran, einen neuen Gerätetyp einzusetzen», sagt Sprecherin Denise Stadler. Das heisst: In den kommenden Monaten wechselt Coop rund 4300 Handscanner aus. Die neuen Modelle sollen handlicher und stabiler sein. Zudem installiert Coop noch diesen Herbst eine neue Software. Heute ist es möglich, dass nicht alle Aktionen im «Passabene»-Gerät registriert werden. Dies soll sich mit dem neuen Programm ändern. Im laufenden Jahr werden insgesamt acht weitere Filialen mit «Passabene» ausgerüstet.

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