Entgegen den Trends im Detailhandel kannten die Schalteröffnungszeiten bei Banken in den letzten Jahren nur eine Richtung: Sie wurden gekürzt. Dass Bankfilialen um 16.30 Uhr schliessen, ist heute die Regel. Einsame Ausnahme bildete die Migros-Bank, die ihren Samstags-Betrieb allerdings in den letzten Jahren ebenfalls zurückgefahren hat. Samstags beraten die Genossenschafts-Banker nur noch in ausgewählten Filialen und nur für ein eingeschränktes Portfolio.

Nun nimmt die Credit Suisse einen neuen Anlauf. Ihre Filiale an der Zürcher Universitätsstrasse am Pfauen ist seit der Neueröffnung vor wenigen Wochen wochentags bis 18.30 Uhr geöffnet. «Im Rahmen eines Pilotprojekts werden verschiedene Öffnungszeitmodelle getestet», sagt Credit-Suisse-Sprecherin Daniela Häsler. Die verlängerten Öffnungszeiten in dieser Filiale würden von den Kunden positiv aufgenommen. Im Gegensatz zu anderen Filialen öffnet die Niederlassung nahe des Schauspielhauses allerdings erst um 10 Uhr morgens.

Die Bank testet nun auch die Nachfrage an Wochenenden: In Uster, Bülach und Langenthal BE können sich die Bankkunden seit kurzem am Samstagmorgen beraten lassen. Von neun bis zwölf Uhr stehen die Bankangestellten dort im Einsatz. Es werde im Moment geprüft, ob sich diese Öffnung bewähre, heisst es bei der Credit Suisse. Aussagen über die zukünftigen Implikationen seien im Moment nicht möglich, da das Pilotprojekt noch laufe.

Im Heimmarkt Schweiz betreibt die Credit Suisse etwa 200 Filialen, darin arbeiten 2000 Kundenberater, die sich in Zukunft möglicherweise auf neue Arbeitszeiten einstellen müssen. Der Schweizer Bankpersonalverband kommentierte das Pilotprojekt der Bank auf Anfrage nicht.

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