VON YVES CARPY

Die Grossbank UBS wird am Dienstag einen Verlust für das vergangene Geschäftsjahr von 3 bis 3,5 Milliarden Franken bekannt geben. Die tiefroten Zahlen hindern die Bankführung aber nicht daran, Boni in der Höhe von 2,9 Milliarden Franken auszubezahlen, wie «Sonntag»-Recherchen ergeben haben. CEO Oswald Grübel selber verzichtet auf einen Bonus. Das gab er vergangenes Wochenende bekannt.

Ursprünglich wollte die UBS sogar Boni in der Höhe von 4 Milliarden Franken verteilen. Doch der Finanzmarktaufsicht (Finma) war das zu viel. Die Grossbank einigte sich mit der Aufsichtsbehörde auf eine Reduktion. «Es sind nun weniger als 3 Milliarden», bestätigt ein Insider.

«Die Finma hat keinerlei Zwang ausgeübt», betont UBS-Sprecher Michael Willi. Das konnte die Finma auch nicht, denn ihr Einfluss ist beschränkt, nachdem der Bund bei der UBS wieder ausgestiegen ist. Dennoch machte die Finma Druck, denn freiwillig wäre die UBS nicht unter 3 Milliarden Franken gegangen.

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