VON RUEDI KUHN

Eigentlich kann Ryszard Komornicki keiner Fliege etwas zuleide tun. Er ist ein netter Kerl. Um sich wohl zu fühlen, braucht er etwas Zuneigung und ein wenig Nestwärme. Dass es wegen seiner Person in den vergangenen Tagen zur einen oder anderen Turbulenz kam, nervt ihn.

Dass er wegen der Unklarheiten bezüglich seiner Vertrags-verlängerung nach eigener Aussage falsch zitiert wurde, nervt ihn ebenfalls. Um die Fronten zu klären, sass er un-längst mit Präsident Alfred Schmid zusammen.

Mit dem Ergebnis, dass dieses Thema in der Zeitspanne zwischen der heutigen Auswärtspartie in Neuenburg gegen Xamax bis nach dem Heimspiel gegen den FC Vaduz auf Eis gelegt wird.

Nun aber droht Komornicki weiteres Ungemach. Weil er während der Partie gegen den FC Basel kein Geheimnis daraus machte, dass er nicht mit allen Entscheidungen von Schiedsrichter Cyril Zimmermann einverstanden war und sich deswegen auch mit dem vierten Offiziellen Alain Bieri einige Wortduelle lieferte, wurde er Mitte der zweiten Halb-zeit auf die Tribüne verbannt.

Nach diesem Vorfall forderte ihn die Swiss Football League auf, eine schriftliche Stellungnahme abzugeben. Weil Komornicki nach eigener Aussage ein Gerechtigkeitsfana-tiker ist, liess er in diesem Schreiben seinem Frust freien Lauf.

Dass der Basler Trainer Christian Gross während der Partie im Aarauer Brügglifeld ungestraft gestikulieren und pro-testieren konnte, er aber vom vierten Offiziellen wegen je-der Kleinigkeit zurechtgewiesen wurde, passt ihm gar nicht in den Kram.

Lesen Sie die ganze Geschichte in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!