VON MICHAEL WEHRLE

Federer fasziniert. Da ist zum einen natürlich der geniale Tennisspieler. Da ist aber auch der Mensch, ein Star ohne Allüren. Selbst ein Gegner wie Andy Roddick, dem Federer laufend vor der Sonne steht, findet nur lobende Worte. So haben nur ein paar Boulevardjournalisten mit der Nummer eins der Welt so ihre liebe Mühe. Federer gibt keine Skandalstorys her. Vier Schweizer, die Federer kennen, charakterisieren den zweifachen Familienvater.

Gigi Oeri, Präsidentin FC Basel 1893: Roger Federer ist ein bewundernswerter Sportler, ein grossartiger Mensch und ein bescheidener Freund. Er ist eine Bereicherung, in allem, was er tut. Ich habe nicht viele Idole, er gehört dazu.

Arthur Cohn, Filmregisseur: Roger Federer hat alles erreicht: mit Zielstrebigkeit und Fleiss, mit dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten – aber niemals mit Arroganz. Im Gegenteil, es macht ihn verlegen, wenn er Superlative über sich hört, wenn er schon in so jungen Jahren als Legende gewürdigt wird. Das Lob der «Neuen Zürcher Zeitung» bleibt spektakulär. Roger Federer spiele mit einer Leichtigkeit, «als sähe man den Brasilianern beim Fussball zu».

Der Erfolg ist so aussergewöhnlich, weil er von einer wunderschönen menschlichen Basis ausgeht, basierend auf einer familiären Harmonie, tiefen Loyalität und der immer liebevollen Zusammenarbeit der ganzen Familie.

Und diese Familie ist seit kurzem noch grösser: zur Liebe zu Mirka, die Roger immer so viel Kraft gibt, kamen Zwillinge hinzu. Das ist Glück in schönsten Dimensionen. Ein Lebensmotto von Roger Federer besagt: «Es ist nett, wichtig zu sein, aber noch viel wichtiger, nett zu sein.»

Diese menschlichen Werte sind seinem Vater Robert und seiner Mutter Lynette zu verdanken, die ihn umgeben, die ihn umsorgen, und die stets darauf bedacht waren, dass wesentliche Werte des Lebens immer präsent bleiben. Manchmal, so denke ich, nimmt Roger Federer die Pflicht, ein Mensch zu sein, noch ernster, als das Ziel, die Weltrangliste anzuführen.

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