VON FELIX BINGESSER

Bei der EM-Endrunde im eigenen Land schien für die Schweizer Nationalmannschaft ein Fluch über dem Basler St.-Jakob-Park zu liegen. Und jetzt dies: 38 500 Zuschauer feierten am gestrigen Abend einen der wichtigsten und schönsten Erfolge der jüngeren Länderspiel-Geschichte. Einen wunderbaren, einen kapitalen Sieg gegen Tabellenführer Griechenland.

Nun hat die Schweiz das Diktat in dieser Ausscheidungsgruppe übernommen. Das WM-Ticket liegt am Schalter bereit. Man darf auf dem Weg dahin einfach nicht über die eigenen Füsse stolpern.
Es war lange Zeit eine Art «Armdrücken» zweier gleich starker Wiedersacher. Die Schweizer waren bemüht, leidenschaftlich, aufopfernd, aber hatten halt nicht die Klasse, um die Griechen in Verlegenheit zu bringen.

Vor allem im Zentrum blieben Benjamin Huggel und der erneut etwas ungestüm und wirr agierende Gelson Fernandes in der Vorwärtsbewegung zu blass. Natürlich, auch der verletzungsbedingt ausgefallene Gökhan Inler ist nicht der klassische Spielmacher. Trotzdem war seine Absenz spürbar. Es fehlte die «Relaisstation», es fehlte ein Mann, der das Spiel aus dem Zentrum beschleunigen und schnell machen konnte.

So neutralisierten sich die beiden Mannschaften. Eine «vermeintliche» Schlüsselszene war dann kurz vor dem Wechsel der Platzverweis gegen Verteidiger Vyntra. Der, bereits verwarnt und zusätzlich ermahnt, zupfte Magnin vor der Ausführung eines Eckballs derart naiv und stümperhaft am Triko, dass er Gelb-Rot sah.

Doch in der Folge fanden die Schweizer auch gegen den dezimierten Gegner kein Rezept. Immer wieder war ihr Angriffsspiel zu langatmig und unpräzis. Bis in die 83. Minute, bis Hakan Yakin einen Freistoss auf Abwehrchef Grichting zirkelte.

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