VON MICHAEL WEHRLE AUS WIMBLEDON

Rekorde sind eine Sache von Roger Federer. Für einen allerdings braucht er seinen heutigen Gegner. Es kommt zum 21. Duell zwischen Federer und Roddick, mehr gabs noch nie. Ebenfalls schon 20-mal spielte Federer gegen Rafael Nadal. Vor acht Jahren in Basel begann die Rivalität zwischen Federer und Roddick, die sich gegenseitig sehr schätzen.

Nur zweimal musste Federer als Verlierer vom Platz. Und heute greift er nach seinem 15. Grand-Slam-Titel, so viele hat noch niemand gewonnen. Schafft er das, übernimmt er auch wieder die Spitze der Weltrangliste, die er am 18. August nach 237 Wochen verloren hatte.

Selbst im Fall einer Niederlage kehrt Federer ziemlich sicher auf den Thron zurück. Spielt der angeschlagene Nadal bis Anfang August kein Turnier mehr, davon ist auszugehen, löst ihn Federer am 3. August ab, weil sich in diesem Jahr der Kalender verschiebt.

Doch solche Rechenspiele interessieren Federer nicht. Er will den Titel, den sechsten in Wimbledon. «Klar ist es schön, die Nummer eins zu sein, doch wichtiger ist das beim ersten Mal», erklärt er.

Allen Kritikern zum Trotz, die ihn schon abgeschrieben hatten, spielte sich Federer wieder in den Mittelpunkt der Tenniswelt. Nach dem Triumph in Paris startete er auch bei seinem Lieblingsturnier voll durch, mit überzeugenden Vorstellungen.

Und wenn er auch in den vergangenen eineinhalb Jahren ein paar Niederlagen mehr kassierte, als die verwöhnte Sportwelt von ihm erwartete, so musste er in dieser Zeit doch nur Nadal den Vortritt lassen. Allein dass er seit sechs Grand-Slam-Turnieren jedes Mal mindestens den Final erreichte, spricht Bände.

Lesen Sie die ganze Geschichte in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!