VON OSKAR BECK

Um dem Mythos des Fussballklubs gerecht zu werden, der am Dienstag im Letzigrund dem FC Zürich die Ehre gibt, zitiert man am besten Peter Schöttel. Der war als österreichischer Nationalspieler nie der ganz grosse Knüller – aber auf die Frage, welche Schlagzeile er am liebsten über sich lesen würde, hat er einmal technisch brillant geantwortet: «Schöttel sagt Real Madrid ab.»

Das wäre für jeden Fussballer das Höchste aller Gefühle – doch keiner bringt es fertig.

Wenn das Telefon schellt und Real ist dran, packen selbst die Besten sofort die Koffer. Diesen Sommer gab es für Cristiano Ronaldo bei Manchester United kein Halten mehr oder für Kaka bei der AC Milan. Jeder erliegt dem Lockruf des berühmtesten Klubs der Welt und der Aussicht auf das einmalige Erlebnis, von 80 000 im ausverkauften BernabéuStadion nach der Landung persönlich begrüsst zu werden.

«Danke, dass ich hier sein darf», haben schon Luis Figo (2000), Zinedine Zidane (2001) und Ronaldo der Erste (2002) ergriffen ins Mikrofon gestammelt, oder David Beckham anno 03 – allein für das leibhaftige Mithören seines Satzes «Ich bin entzückt, bei diesem Klub zu sein» sind damals 540 Journalisten aus aller Welt angereist, Placido Domingo hat gesungen, und die Inszenierung wäre höchstens noch zu toppen gewesen, wenn der Haussender Real Madrid TV auch noch den Laktatwert des barfuss erschienenen Beckham live übertragen und dessen im Leopardenlook anwesende Gattin Victoria, das Ex-Spice-Girl «Posh», dazu einen ihrer alten Welthits aufgeführt hätte.

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