FEDERER-FESTSPIELE GEHEN WEITER

Der Tennisstar verzaubert in Basel die 9200 Besucher beim 6:2, 6:4-Sieg über Andy Roddick

VON MICHAEL WEHRLE

Offenbar durch nichts lässt sich Federer aus der Ruhe bringen. Da hatte er doch seine Zwillinge Charlene Riva und Myla Rose in die St. Jakobshalle mitgebracht und prompt kreischten die beiden wenige Minuten vor Papas Halbfinal gegen Andy Roddick lauthals in der Players Lounge.

Natürlich musste sie der Vater nicht beruhigen, der konzentrierte sich ganz auf seine Aufgabe. «Ich habe sie aber direkt vor dem Match noch gesehen», erzählte Federer später. Nicht zum ersten Mal habe er sie dabei gehabt, schon in Stockholm beim Finalsieg über Florian Mayer brachten ihm die Mädchen Glück.

«Gegen Ende des Turniers ist in der Lounge weniger los, darum haben Mirka und ich entschieden, wir nehmen sie mit, dann sehen auch die Freunde sie mal», erklärte Federer: «Und ich geniesse es, dass ich sie fünf Minuten nach dem Matchball auf den Arm nehmen kann.» 15 Monate alt sind die Mädchen inzwischen. «Sie nehmen schon wahr, was ich mache, erkennen mich auf dem Platz, im Fernsehen oder auf Plakaten», sagte Federer.

Wie stark der Papa dann spielte, bekamen sie aber noch nicht mit. Mit einem Ass eröffnete Federer die Partie, agierte souverän. Gleich bei der ersten Gelegenheit nahm er Roddick den Service ab. «Solch ein Start hilft natürlich immer. Der gibt einem das Gefühl, gut im Match zu sein.

Es beruhigt und nimmt einem die Nervosität», erklärte er. Beim Stand von 4:1 musste er erstmals in diesem Turnier zwei Breakbälle abwehren. Mit Erfolg. Kurz darauf servierte er vier Asse in Folge zum 5:2 und holte sich mit dem zweiten Break den Satz.

Das Break zum 1:0 im zweiten Satz half Roddick nichts. Der Schweizer kam zurück, glich zum 3:3 aus und den ersten Matchball nutzte er zum vierten Break und Sieg. Wieder hatte er den Fans eine kurze Show geboten, lediglich 70 Minuten sein Können gezeigt.

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