Schweizer Reisekunden wünschen mehr Nachhaltigkeit

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Nachhaltigkeit spielt bei der Kundschaft der Schweizer Reisebüros eine wichtigere Rolle, als dies in den Nachbarländern Deutschland und Österreich der Fall ist. Allerdings ist das Thema noch nicht in einem praxisnahen Reiseangebot angekommen und noch immer «zu komplex». Diese Erkenntnisse ergaben eine Online-Befragung durch die Berliner Hochschule «Best Sabel» im Auftrag des Schweizer Reise-Verbandes (SRV). Von den 800 angeschriebenen Schweizer Reisebüros antworteten 31 Prozent, was für das grosse Interesse an der Nachhaltigkeit im Tourismus spreche und die Erwartungen des SRV «weit übertroffen» habe.

Die länderübergreifende Umfrage, die aber zeitlich verschoben über die letzten zwei Jahre erhoben wurde, zeigt in der Schweiz eine höhere Bereitschaft für ein aktives Engagement im Bereich Nachhaltigkeit seitens der Reisebüros. Dabei liegt der Fokus stärker auf Kundenberatung und Sensibilisierung als auf dem «selbst Handanlegen», also ein aktives Engagement z.B. im Artenschutz oder bei entsprechenden Organisationen. Dabei fühlen sich die Reisebüros in der deutschen Schweiz – im Gegensatz zur Westschweiz und den Nachbarländern – ausreichend vorbereitet, um die Kundschaft bei nachhaltigen Angeboten zu beraten.

Als Wunsch angebracht wurde allerdings, dass die Veranstalter «praxisnahere Reiseangebote» auflegen und «praxistauglichere Vereinfachungen» aufbauen. Vermisst werden ferner Argumentations- und Verkaufshilfen, um ein nachhaltiges Reiseprodukt «glaubwürdig dem Kunden gegenüber zu vertreten». Es sei offensichtlich, «dass es eine Differenz zwischen dem bestehenden Reiseangebot und dem Vermittlungsanspruch der Reisebüros gibt», lautet ein Fazit. Für Walter Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Reise-Verbandes, bildet die Studie die Grundlage dafür, «Strategien zu entwickeln, um das Thema Nachhaltigkeit stärker in den Reisebüros zu verankern».

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