Die länderübergreifende Umfrage, die aber zeitlich verschoben über die letzten zwei Jahre erhoben wurde, zeigt in der Schweiz eine höhere Bereitschaft für ein aktives Engagement im Bereich Nachhaltigkeit seitens der Reisebüros. Dabei liegt der Fokus stärker auf Kundenberatung und Sensibilisierung als auf dem «selbst Handanlegen», also ein aktives Engagement z.B. im Artenschutz oder bei entsprechenden Organisationen. Dabei fühlen sich die Reisebüros in der deutschen Schweiz – im Gegensatz zur Westschweiz und den Nachbarländern – ausreichend vorbereitet, um die Kundschaft bei nachhaltigen Angeboten zu beraten.

Als Wunsch angebracht wurde allerdings, dass die Veranstalter «praxisnahere Reiseangebote» auflegen und «praxistauglichere Vereinfachungen» aufbauen. Vermisst werden ferner Argumentations- und Verkaufshilfen, um ein nachhaltiges Reiseprodukt «glaubwürdig dem Kunden gegenüber zu vertreten». Es sei offensichtlich, «dass es eine Differenz zwischen dem bestehenden Reiseangebot und dem Vermittlungsanspruch der Reisebüros gibt», lautet ein Fazit. Für Walter Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Reise-Verbandes, bildet die Studie die Grundlage dafür, «Strategien zu entwickeln, um das Thema Nachhaltigkeit stärker in den Reisebüros zu verankern».