Fahrausweis verloren. Der bereitstehende Mietwagen am Flughafen Miami kann nicht bezogen werden. Auf der Schifffahrt von Mosambik nach Madagaskar wird der Reisepass aus der Koje gestohlen und die Einreise verwehrt. Horrorszenarien für jeden Touristen. Im Normalfall bedeuten sie das Ferienende und viel Ärger. Scherereien mit Behörden, tagelanges Warten in stickigen Amtsstuben. Nichts für zarte Gemüter.

Kluge Köpfe reisen daher stets mit der Wolke. Auf Online-Speicherdiensten wie iCloud, Dropbox etc. lassen sich Reisepass, ID, Fahrausweis und alle weiteren Dokumente bequem ablegen und im Notfall weltweit via Internet wiederherstellen. Doch der Sicherheit dieser Systeme trauen nicht alle. Sensible Informationen und Dokumente könnten auf der globalen Datenautobahn in falsche Hände geraten.

Schweizer Datensicherheit im Atombunker
Als erste rein schweizerische Cloud-Anbieterin wirbt die Firma Dswiss aus Zürich mit ihrem «Online-Hochsicherheitsschliessfach» Securesafe um die Gunst von Ferienreisenden. Die Hauptargumente von Dswiss im Wettbewerb mit der internationalen Konkurrenz heissen Sicherheit und Vertrauen. So werden die Kundendaten nur in nationalen Datenzentren, unter anderen 270 Meter im Felsinnern des Gotthardmassivs in einem ehemaligen Atombunker der Schweizer Armee gesichert.

«Mitten in der Schweiz verwalten wir die Daten unserer Kunden so sicher, dass sie, und nur sie von überall auf der Welt zuverlässig darauf zugreifen können», sagt CEO Tobias Christen. Die Wiederherstellung funktioniert auf allen Endgeräten, vom Computer über den Tablet-PC bis zum Smartphone. Die Grundversion von Securesafe wird kostenlos angeboten, inklusive 10 MB Datenspeicher und 50 Passwörter.

Ob das «Swissness»-Argument bei der reisenden Kundschaft verfängt, wird sich laut Tobias Christen noch weisen müssen. Im Zuge von internationalen Abhörskandalen, etwa rund um den US-Geheimdienst NSA, ist der Zeitpunkt des Markteintritts von Dswiss nicht schlecht terminiert. «Über eine halbe Millionen Kunden haben wir bereits für Securesafe gewonnen», sagt der CEO. Dazu gehören auch mehrere namhafte Schweizer Banken und Versicherungen.