Klare Linien, robuste Materialien und eine harmonische Mischung zwischen Tradition und Moderne. Vor vier Jahren wurde die Idee zur neuen Jugendherberge Gstaad Saanenland geboren. Gestern wurde das vollendete Werk feierlich eingeweiht. «Wir sind sehr stolz auf unser neustes Flaggschiff im Berner Oberland und sind überzeugt, dass es voll und ganz den Bedürfnissen unserer nationalen und internationalen Gäste entspricht», verkündete Fredi Gmür, CEO der Schweizer Jugendherbergen (SJH) am Freitagvormittag gegenüber den Medien. Am Nachmittag folgte die offizielle Eröffnungsfeier mit über 100 geladenen Gästen bestehend aus Touristikern, Hoteliers, Behördenvertretern und diversen Projektpartnern.



Die Jugendherberge Gstaad Saanenland reiht sich im SJH-Netzwerk von aktuell 53 Betrieben nahtlos in die Betriebe der TOP-Kategorie ein. Am 4. Juni öffnete sie ihre Tore und empfängt seither Gäste. Übers Pfingstwochenende waren die insgesamt 158 Betten bereits komplett ausgebucht. Und dies in der Zwischensaison. «Das touristische Potential des Berner Oberlandes ist und bleibt enorm», erklärte Fredi Gmür in seiner Eröffnungsrede.
Kein Wunder also, dass vor nicht einmal zwei Jahren bereits in Interlaken eine ganz neue Jugendherberge eröffnet wurde, die seither hervorragende Buchungszahlen schreibt.

Für den anwesenden Martin Bachofner, Direktor von Gstaad Saanenland Tourismus, ist der neue Beherbergungsbetrieb aber nicht nur wegen der angestrebten 25‘000 Logiernächte pro Jahr wertvoll: «Die Jugendherberge entspricht mit ihrem Angebot unserer Destination und unseren aktiven Gästen.» Der Fokus liegt primär auf einem jungen, kostenbewussten Gästesegment und den Familien. «Darüber hinaus profitiert die Region Gstaad Saanenland auch von den internationalen Marketingaktivitäten der Schweizer Jugendherbergen», fügte Martin Bachofner an. Emanuel Raaflaub, Gemeinderat von Saanen, zeigte sich ebenfalls zufrieden: «Dank der Jugendherberge konnten sieben neue Stellen geschaffen werden. Dieser positive Beschäftigungseffekt ist für Saanen ebenso wichtig wie die zusätzlichen Gästezahlen.»

Spannender Architekturmix und attraktives Übernachtungsangebot
Der Architekturwettbewerb, aus dem die Bürgi Schärer Architektur und Planung AG aus Bern als Sieger hervorging, fand 2011/2012 statt. Gewählt wurde für den Bau eine Mischform aus klassischem Chalet-Stil und moderner Architektur mit klaren Linien. Der verantwortliche Architekt Hanspeter Bürgi erklärte: «Mit der Neuinterpretation regionaler Bauformen zeigen wir, dass sich eine aus lokaler Tradition abgeleitete Architektur sehr gut mit den Ansprüchen einer national tätigen Organisation wie den Schweizer Jugendherbergen verbinden lässt.» Er spricht damit Aspekte an wie die leichte Asymmetrie des Gebäudes, die einen offenen und einladenden Raum schafft, sowie die subtile Weiterentwicklung traditioneller Bauelemente und den Umgang mit den Materialien Holz und Beton.

Die neue Jugendherberge ist der perfekte Ort für Familienferien, aber auch Einzelreisende, Sportler und Kulturliebhaber finden im Angebotsmix aus Doppel- bis Sechserzimmern eine massgeschneiderte Infrastruktur. Von den 158 Betten sind 74 hindernisfrei. 90 Betten stehen in Zimmern mit eigenem Bad. Die grosszügigen Gemeinschaftsräume sind das Herzstück der Jugendherberge. Die Preise beginnen bei CHF 39.70 für ein Bett im Sechserzimmer mit Lavabo. Ein Bett im Viererzimmer mit Dusche/WC kostet ab CHF 56.70; wie auch in allen anderen Schweizer Jugendherbergen, sind Frühstück, Bettwäsche und Taxen im Preis inklusive.



Die Gesamtkosten des Neubaus beliefen sich auf 10.1 Mio. Franken. Die Finanzierung des Projektes ist durch die Unterstützung der Gemeinde, des beco Berner Wirtschaft und des Lotteriefonds zustande gekommen. Wie alle Um- und Neubauten der Schweizer Jugend-herbergen entspricht auch dieses Gebäude den höchsten Standards eines nachhaltigen Bauens in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht. Neben dem strengsten Minergie-P-Eco-Standard übertrifft das Haus auch die üblichen Standards der Hindernisfreiheit bei weitem und ist damit auch für Menschen mit Behinderungen optimal zugänglich. Diese Mehraufwendungen im Bau wurden von der Stiftung Denk an mich finanziell unterstützt.