Denken die Schweizerinnen und Schweizer an Wohneigentum, so erscheint vor dem inneren Auge ein Häuschen mit Garten in auf dem Lande. Ein Einfamilien- oder auch ein Reihen-Einfamilienhaus ist die bevorzugte Wohnform für Familien mit Kindern im Schulalter. So ein Haus, sagt man, ist eine sichere Anlage fürs Altenteil. Doch stimmt das tatsächlich?

Lage, Lage, Lage
Der Erwerb von Wohneigentum ist aufgrund der derzeit tiefen Zinsen äusserst attraktiv. Doch welche Investition ist für den zukünftigen Eigentümer bei den aktuell hohen Preisen nachhaltiger, das heisst wertbeständiger? Es gibt einen Wertefaktor für Immobilien, der über jeden Zweifel erhaben ist: „Lage, Lage und nochmals Lage". Zentrale Lagen sind begehrt und damit ein rares Gut. Wohneigentum an diesen Lagen ist fast ausschliesslich als Stockwerkeigentum auf dem Markt. Dagegen geraten die Preise für Einfamilienhäuser auf dem Land bei einem Nachfragerückgang rascher unter Druck als für Liegenschaften an Zentrumslagen. Dann wird das individuell gestaltete Haus mit viel Umschwung und einem Pool zum Liebhaberobjekt. Doch sind andere auch bereit, den entsprechenden Preis dafür zu zahlen?

Sind die Kinder ausgezogen...
Die hohe Zuwanderungsrate in der Schweiz sowie die attraktiven Zinsen halten momentan die Nachfrage nach Einfamilienhäusern nach wie vor hoch. Der demografische Wandel der Schweizer Bevölkerung und der steigende Anteil an kinderlosen Haushalten haben aber bereits dazu geführt, dass die Nachfrage nach Stockwerkeigentum im Zentrum stark angestiegen ist. Sind die Kinder ausgezogen, ist das Einfamilienhaus mit Garten bald einmal zu gross. Insbesondere im dritten Lebensabschnitt bekommen Faktoren wie eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, Einkaufs- und Dienstleistungsangebot in Gehdistanz und ein breites Freizeitangebot einen höheren Stellenwert. Zudem bietet Stockwerkeigentum jüngeren Datums eine zeitgemässe Wohnumgebung meist mit einem Lift, einer energetisch nachhaltigen Bauweise und vermehrt auch mit Dienstleistungs- und Ausbaulösungen im Bereich ‚Wohnen im Alter‘. Stockwerkeigentum ist zudem preislich interessant, denn der Käufer profitiert dank gemeinsamer Infrastruktur wie Tiefgarage, Heizung, Treppenhaus von einem tieferen Quadratmeterpreis.

Bitte mit Aussicht
In Zeiten der zunehmenden Zersiedelung unserer Landschaft, bedeutet Stockwerkeigentum im Zentrum auch einen haushälterischeren Umgang mit der Ressource Boden. Der Landverbrauch ist deutlich geringer. Insbesondere die wiederentdeckte Wohnform Hochhaus erlebt im Grossraum Zürich - das Limmattal eingeschlossen - einen wahren Boom. Neben den gennannten Vorteilen des Stockwerkeigentums kann diese Wohnform mit einem weiteren Aspekt auftrumpfen: die Aussicht.

Freilich, gewisse Nachteile bringt Stockwerkeigentum mit sich: Die privaten Aussenräume sind meist kleiner, Aussenwände und Nutzflächen sind gegeben - der Selbstverwirklichung sind so gewisse Grenzen gesetzt und die Nähe zu den Nachbarn ist deutlich grösser. Wer die genannten Vorteile jedoch höher schätzt und eine wertbeständige Investition tätigen will, ist mit Stockwerkeigentum an zentraler Lage gut beraten.

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Alex Valsecchi

Alex Valsecchi

Alex Valsecchi ist Architekt (dipl. Arch ETH) und Betriebswissenschaftler. Er leitet das Business Development und Akquisition bei Halter Unternehmungen und ist verantworlich für die Initiierung von neuen Projekten. Alex Valsecchi verfügt über eine langjährige Erfahrung und über ein vertieftes Know-how im Bereich Immobilienentwicklung und Immobilienökonomie.

Halter Unternehmungen ein fast hundertjähriges, inhabergeführtes Familienunternehmen mit rund 200 Mitarbeitenden. Die Leistungen der eigenständig am Markt agierenden Firmen Halter Entwicklungen, Halter Generalunternehmung und Halter Immobilien decken den ganzen Lebenszyklus von Immobilien ab. Die Gruppe ist einer der führenden Anbieter von Bau- und Immobilienleistungen in der deutschen Schweiz.

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