Jede Apotheke und jede Arztpraxis ist gemäss kantonaler Betriebsbewilligung verpflichtet, einen Notfalldienst an 365 Tagen im Jahr anzubieten oder mehrere zusammen einen Notfalldienst im Turnus. In der Region Baden-Wettingen übernimmt die Apotheke Husmatt diesen Dienst.

18.07 Uhr: Beim Zubereiten der Guacamole-Sauce mit dem Messer am Avocadokern abgerutscht und sich in den Daumen geschnitten.

20.23 Uhr: Der Nuggi vom Junior bleibt unauffindbar und der Kleine will sich nicht beruhigen lassen.

21.59 Uhr: Eine Migräneattacke «schlägt» zu und kein Medikament ist verfügbar.

23.47 Uhr: Das Kondom ist gerissen.

Seit 2007 gibt es für alle diese Probleme eine schnelle, gute und bequeme

Lösung: die Apotheke Husmatt. Die 24-Stunden-Apotheke leistet eigenverantwortlich im Auftrag der Apotheken der Region Baden-Wettingen den Notfalldienst zur Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln, Sanitätsartikeln und vielen anderen Dingen. Sie wird mit einem Beitrag an ihre Betriebskosten für den Notfall-Dienst entlöhnt.

Bis vor zehn Jahren konnte sich der Besuch beim Notfallarzt und das Besorgen der verschriebenen Medikamente etwas sehr aufwendig gestalten. Wenn der Patient «Pech» hatte, behandelte der Notfallarzt seine Erkrankung in Turgi und die Medikamente musste er sich in Würenlos oder Ehrendingen besorgen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit, mit Auto oder ÖV, mit einem weinenden, schmerzgeplagten Kind oder einem erkrankten gehbehinderten Senior.

Anfang 2007 lancierte das Kantonsspital Baden KSB mit den Hausärzten und den Apothekern der Region Baden-Wettingen eine zentrale Lösung: Im Notfallzentrum des KSB wurde eine Hausarztpraxis eingerichtet, in der die Ärzte der Region ihren Notfalldienst erbringen.

In unmittelbarer Nähe leistet die 24-Stunden-Notfallapotheke Husmatt in Baden-Dättwil den Notfalldienst der Apotheken in der Region. Sie gewährleistet eine einfache «Rund um die Uhr»-Versorgung der Bevölkerung mit frei verkäuflichen Medikamenten oder Medikamenten basierend auf einem ärztlichen Rezept, Sanitäts- oder Verbandsmaterialien, Kindernährmitteln und Nuggis. Denn auch ein verlorener, nicht mehr auffindbarer Nuggi kann für Eltern zu einem Notfall werden.

Von der Lage der Apotheke Husmatt profitieren auch die Patientinnen und Patienten des KSB. «Sie haben gleich in der Nähe eine Apotheke», sagt Prof. Dr. Jürg H. Beer, Chefarzt und stellvertretender CEO des KSB. «Die Zusammenarbeit mit der Apotheke Husmatt ist sehr gut und sehr konstruktiv.»

Vielfältiges Sortiment

Die Apotheke Husmatt wurde 1995 in Baden-Dättwil von Daniel und Gaby

Aebi eröffnet. Im Jahr 2007 übernahm sie den Auftrag der Genossenschaft die Versorgung der Bevölkerung der Region Baden-Wettingen während 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr, tagsüber in der Apotheke und nachts via Notfallschalter. Aus einer kleinen Quartierapotheke wurde eine stattliche Apotheke mit über 20 Mitarbeitenden (Apothekerinnen und Apotheker, Pharma-Assistentinnen und -Assistenten und Auszubildende) und einem grossen Sortiment, das mit dem Schwerpunkt «Ärztliche Verschreibungen des Kantonsspitals Baden»

ausgerichtet ist. Das Sortiment verfügt zudem über eine grosse Vielfalt an Kindernährmitteln, Bandagen und Sanitätsartikeln.

Um eine grösstmögliche Versorgungsbereitschaft anbieten zu können, zog auch der Medikamenten-Grosshändler mit und beliefert die Notfallapotheke zweimal täglich mit Arzneimitteln, auch nachts und an Sonn- und Feiertagen.

In der Nacht oder an einem Sonn- und Feiertagen ist in vielen Fällen ein Arztbesuch nicht nötig. Die Beschwerden können meist nach einem Beratungsgespräch mit einem Apotheker oder einer Apothekerin mit einem frei verkäuflichen Arzneimittel behandelt werden. Die Abgabe der «Pille danach», der Notfallkontrazeption, erfolgt fast ausschliesslich durch die (Notfall-)Apotheker und braucht nur noch in speziellen Ausnahmefällen einen Arztbesuch.

Durch eine gute und sinnvolle Triage können unnötige Besuche im Notfall des Kantonsspitals vermieden werden, den Kundinnen und Kunden Wartezeiten und den Krankenkassen Kosten erspart werden. In den letzten zehn Jahren wuchsen sowohl die Kundenzahlen als auch das Einzugsgebiet. Neben Apotheken der Region Baden-Wettingen sind nun auch die Apotheken des unteren Aaretals dabei.

Das Ziel der zentralen Lösung war und ist immer noch: Ein Ort und eine Anlaufstelle für alle medizinischen Belange und für den Bezug der benötigten Medikamente.

Alles an einem Ort, schnell, gut, bequem!