Studenten aus dem Ausland ohne Schweizer oder Liechtensteiner Bürgerrecht sind auf maximal 25 Prozent beschränkt. Rechtsgrundlage dafür ist Artikel 30bis Abs. 3 des Universitätsgesetzes: «Die Zahl der ausländischen Studenten mit Wohnsitz im Ausland kann beschränkt werden.» Seit 2013 hat auch der ETH-Rat im ETH-Bereich diese Möglichkeit. «Mit der Förderbotschaft Bildung, Forschung und Innovation 2013–2016 erhielt der ETH-Rat die Möglichkeit, ausländische Studenten ab dem 2. Bachelor-Jahr zu beschränken», sagt Martin Fischer, Leiter Kommunikation des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation.

Christoph Leuenberger, Mediensprecher des ETH-Rats, betont aber: «Bis jetzt gibt es im ETH-Bereich keine Zulassungsbeschränkung.» Gemäss Artikel 11 des Tessiner Universitätsgesetzes kennt auch die Universität der italienischen Schweiz die Möglichkeit einer Zulassungsbeschränkung. Bis jetzt hat sie keinen Gebrauch davon gemacht, um den Zufluss ausländischer Studenten zu begrenzen. An der Uni zahlen hingegen Ausländer eine Semestergebühr von 4000 Franken. Für Schweizer wurde sie auf 2000 Franken reduziert. Die Höhe der Semestergebühr sei kein Mechanismus, um die Zahl der ausländischen Studenten zu reduzieren, betont Sprecher Robin Creti.

Dass Schweizer Unis ohne Probleme Ausländerquoten aussprechen können, hängt gemäss Europarechts-Professorin Christa Tobler damit zusammen, dass der Zugang zum Studium für vom Ausland her kommende Personen «ausdrücklich nicht vom Personenfreizügigkeitsabkommen erfasst» sei.

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