Um 4,5 Prozent schlagen die Krankenkassen auf – doch das ist nicht alles: Auch bei den Kantonen fallen wegen der steigenden Gesundheitskosten massive Mehrausgaben an. «Wir müssten 3 bis 4 Prozent mehr Steuereinnahmen haben, allein um das zu finanzieren, was der Kanton über Steuergelder mehr für die Spitalfinanzierung ausgibt», sagt der Aargauer SP-Regierungsrat Urs Hofmann.

Betroffen sind fast alle Kantone, denn ab 2017 sind sie verpflichtet, 55 Prozent der stationären Akutbehandlungen zu zahlen (die Krankenkassen tragen nur 45 Prozent). Angepriesen wurde der Systemwechsel mit anderen Versprechungen: Die neue Spitalfinanzierung werde einen Kostenanstieg im Gesundheitswesen eindämmen. Doch weit gefehlt. Laut Gesundheitsdirektorenkonferenz haben sich die Kantonsausgaben für die Spitalversorgung seit 2012 Jahr für Jahr um 1,3 Milliarden Franken erhöht.

Folgt nach dem Prämienschock nun der Steuerschock? Bereits heute haben viele mittelständische Familien Mühe, die Prämien zu zahlen.

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