Als allgemeingültige Summe wurden bisher 445 000 Franken Basissalär plus 30 000 Franken Spesen genannt. Doch das ist nicht einmal annähernd richtig, wie jetzt im Abstimmungskampf um den Service public bekannt wird. Nach privatwirtschaftlichen Kriterien gerechnet, verdienen die Bundesratsmitglieder deutlich über eine Million Franken pro Jahr, wie der frühere SBB-Chef Benedikt Weibel in der «Schweizer Illustrierten» vorrechnete.

Grund dafür ist der lebenslange Rentenanspruch von 220 000 Franken pro Jahr nach dem Rücktritt, wie folgende Modellrechnung zeigt: Tritt ein Bundesrat beispielsweise nach acht Jahren Amtszeit im Alter von 58 aus der Regierung zurück, beträgt seine mittlere Lebenserwartung noch 28 Jahre. Damit hat der Alt-Bundesrat Rentenansprüche von 6 160 000 Franken. Pro Amtsjahr müssen seinem Basissalär plus Spesen damit 770 000 Franken hinzugefügt werden – was eine jährliche Entschädigung von 1 245 000 Franken ergibt. Das ist allerdings immer noch über eine halbe Million Franken weniger als Swisscom-CEO Urs Schaeppi verdient. Dafür deutlich mehr als US-Präsident Barack Obama (352 000 Franken), die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (235 000 Franken) oder der britische Premier David Cameron (215 000 Franken).

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