Die Wahl von Bruno Frick in den Verwaltungsrat der Finanzmarktaufsicht (Finma) beschäftigt nach den Sommerferien auch Bundesbern: «Ich werde in der Geschäftprüfungskommission (GPK) beantragen, dass wir die Besetzung der Finma-Verwaltungsräte prüfen», sagt der SVP-Nationalrat Rudolf Joder (BE). «Die Finma braucht Fachleute und Experten im Verwaltungsrat, keine Politiker.».

Es geht gemäss Joder um die Glaubwürdigkeit der Finma – auch international. Die GPK werde an ihrer nächsten Sitzung Anfang September den Antrag beraten, «wenn er vorliegt», ergänzt GPK-Präsident Ruedi Lustenberger (CVP/LU).

Noch immer hegen mehrere Politiker den Verdacht, dass Fricks Wahl ein Geschenk von Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) an die CVP war. «Das ist lachhaft», sagt BDP-Vizepräsident Lorenz Hess (BE), der Fricks Qualifikationen nicht infrage stellt. «Es wäre aber eventuell klug, mit dem Amtsantritt zu warten, bis die Sache mit dem Strafverfahren vom Tisch ist.» Gemeint ist das pendente Verfahren der Staatsanwaltschaft Schwyz, das die «Schweiz am Sonntag» letzte Woche publik gemacht hat. Frick soll sein Amt am 1. August antreten.

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