Der Start in die SRF-Show «Die grössten Schweizer Talente» hat ein Nachspiel. Der Sender spielte einen Beitrag ein, in dem zu sehen war, wie Moderatorin Viola Tami (34) die Jury-Mitglieder Susanne Kunz (37), Jonny Fischer (35), Gilbert Gress (74) und Bligg (39) im Auto in der Stadt Zürich herumchauffierte – und dabei trug keiner der Stars eine Gurte. Guido Bielmann, Sprecher des Bundesamtes für Strassen (Astra), hat dafür kein Verständnis: «Im Strassenverkehr gilt es, sich so zu verhalten, wie es die Verkehrsregeln vorschreiben. Gurten sind Pflicht!»

Die Sendung zielt auf ein junges Publikum ab, und die Stars haben somit eine gewisse Vorbildfunktion. Die Stadtpolizei Zürich hat das Schweizer Fernsehen (SRF) «auf das problematische Verhalten hingewiesen», sagt Sprecherin Judith Hödl. Eine nachträgliche Busse gibt es trotzdem nicht: «Da die Verletzung der Gurtentragpflicht in der Regel nur in flagranti oder beim Einsatz automatischer Verkehrskontrollsysteme gebüsst wird, verzichtet die Stadtpolizei aus Verhältnismässigkeitsüberlegungen auf eine nachträgliche Ahndung.» SRF-Sprecherin Natalie Blasi erklärt den Vorfall: «Selbstverständlich beachtet SRF bei Dreharbeiten die Gurtentragpflicht. Das betreffende Auto ist ein alter Pontiac, der nur vorne mit Gurten ausgestattet ist, welche allerdings hinten befestigt sind. Daher wurde für diese Dreharbeiten ausnahmsweise auf das Angurten verzichtet und gleichzeitig sichergestellt, dass eine möglichst kurze, verkehrsarme Strecke gewählt wird, welche ein tiefes Fahrtempo erlaubt.»

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