Herr Gasser, warum verstecken Sie sich?
Roby Gasser: Das tue ich nicht, aber wir haben einen Geschäftsführer, der mit den Medien spricht.

Jetzt geht es aber um die Existenz Ihres Delfinariums.
Nein. Wenn wir so viel falsch machen würden, wie die Tierschützer behaupten, hätte man uns schon längst geschlossen.

Sie machen weiter?
Ja, natürlich.

Sie wirken verärgert.
Ich bin stinksauer.

Auf wen?
Zum Beispiel auf die Schweizer Presse, die deutsche Tierschützer zu Wort kommen lässt. Haben Sie irgendwelche Tierschützer gesehen, als vor Neuseeland Wale gestrandet sind und eingeschläfert werden mussten?

Das hat doch damit nichts zu tun. Die Kritik ist auch in der Schweiz gross – das sehen Sie nur schon auf Facebook.
Dabei sind die Tierschützer an allem schuld. Sie haben die Leute aufgehetzt. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass unsere Delfine vergiftet wurden.

Falsch. Laut Staatsanwaltschaft war ein Antibiotikum die Todesursache.
Antibiotika haben noch niemanden umgebracht. Unsere Tierärzte würde nie etwas verschreiben, was den Tieren nicht zugutekäme. Die machen keine Experimente. Das war nicht das Antibiotikum. Ich kenne meine Tiere zu gut.

Sie zweifeln das Untersuchungsergebnis an?
Wir wollen einfach an alle Unterlagen herankommen. Und das ist nicht möglich. Da stimmt doch etwas nicht. Es wirkt auf mich so, wie wenn etwas verheimlicht würde. Jetzt muss eine neue, unabhängige Instanz ermitteln.

Wer soll die Delfine vergiftet haben?
Es gibt so viele Idioten auf dieser Welt. Als ich in Las Vegas war, wurde auch ein Seelöwe von mir vergiftet. Später kam aus, dass es die Casino-Mafia war.

Stellen Sie jetzt auch eigene Untersuchungen an?
Warten Sie es ab. Ich hoffe, die Wahrheit kommt an den Tag.

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