VON CLAUDIA MARINKA

Wer lieber mit Kollegen in die Stadt statt in den Unterricht geht, der soll sein blaues Wunder erleben. Das Gymnasium in Liestal BL machts vor: Seit vergangenem August gibt es ein neues Reglement, das eine elektronische Datenbank vorschreibt, welche die Blaumacher systematisch registriert.

«Der Klassenlehrer ist dazu verpflichtet, alle Absenzen seiner Schüler elektronisch zu erfassen», sagt Beat W. Zemp, Hauptlehrer für Mathematik und Geografie am Gymnasium Liestal und Präsident des Schweizerischen Lehrerverbandes.

Die verschärften Kontrollen trügen zu einer besseren Übersicht der Lehrer bei. «Sie können jederzeit Einsicht nehmen in die Absenzendatei aller Schüler und auch eingreifen, wenn die kritische Limite überschritten wird», sagt Zemp. Und die liegt tief: für eine unentschuldigte Absenz kassiert ein Schüler eine Stunde Arrest.

Das kann Mithilfe in der Schulbibliothek oder Arbeit auf dem Schulareal heissen. Zemp: «Wer pro Semester mehr als 21 Lektionen verpasst, muss mit weiteren Disziplinar-massnahmen rechnen, bis hin zur Zeugnisverweigerung.» Solche verschärften Massnahmen sollen dazu beitragen, dass Schüler weniger oft schwänzen.

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