Dauer-Bloggerin Shawne Fielding verhält sich auffällig ruhig. Das hat einen Grund: Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Ehrverletzung.

Die Beamten der Kantonspolizei Schwyz klopften vor rund zwei Wochen bei Fielding in Bäch SZ an. In ihrem neuem luxuriösen Heim am oberen Zürichsee verlangten sie die Herausgabe ihres Laptops. Den Auftrag dazu gab der Zürcher Staatsanwalt Guy Krayenbühl, der seit Jahren in den Rosenkrieg Fielding gegen Borer und Borer gegen Fielding involviert ist. «Ich kann bestätigen, dass ein Verfahren läuft», sagt Krayenbühl. Weitere Auskünfte erteilt er nicht.

Hintergrund des Polizeieinsatzes ist nach Informationen des «Sonntags» ein Strafantrag von Fieldings Noch-Ehemann Thomas Borer. Er empfindet die von der Ex-Miss-Texas gemachten Äusserungen auf ihrem Blog und via Twitter als ehrverletzend. Das Bezirksgericht in Horgen kam bereits zuvor zum Schluss, dass einzelne Passagen die Persönlichkeitsrechte von Borer verletzten.

Jetzt will der ehemalige Botschafter seine Frau strafrechtlich belangen. Der Strafantrag hat dazu geführt, dass mithilfe der Polizei der Sachverhalt abgeklärt wird. Dazu gehört, die Dokumente auf dem Laptop zu sichten. Kommt Staatsanwalt Krayenbühl zum Schluss, es liege eine Straftat vor, kann er einen Strafbefehl erlassen oder den Fall einem Gericht zur Beurteilung überweisen.

So öffentlich wie das Leben des einstigen Glamour-Paars ist ihr Scheidungskampf. Kein noch so intimes Detail liess Fielding aus und publizierte es umgehend im Internet. Jetzt ist auch klar, weshalb ihre Aktivitäten im Netz deutlich nachgelassen haben. Zwischen dem 14. August und dem 13.September war sie auf Twitter gar nicht mehr präsent. Der letzte Eintrag auf dem Blog stammt vom 15. September.

Ein Ende des Rosenkriegs ist nicht in Sicht. Die Parteien sind weit davon entfernt, sich über die Modalitäten einer Scheidung einig zu sein. Diese kann Borer erst nach zwei Jahren Trennung einreichen. Dazu fehlt noch rund ein halbes Jahr. Fielding hat wenig Interesse an einer raschen Einigung, solange sie von Borer noch monatlich 45000 Franken bekommt. Oder wie es Gesellschaftsjournalistin Hildegard Schwaninger kürzlich in einem Porträt für den «Sonntag» festhielt: «Shawne Fielding ist eine Frau, die eine Verletzung erfahren hat, mit der sie nicht fertig wird.»

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