VON SANDRO BROTZ

Jetzt rüttelt der Gründer der Sterbehilfe-Organisation Dignitas, Ludwig A. Minelli, erneut an einem Tabu: «Der Gesetzgeber ist gefordert, Demenzkranken und ihren Angehörigen mehr Möglichkeiten zu geben», sagt er gegenüber dem «Sonntag»: «Es sollte erlaubt sein, dem Partner oder der Partnerin ein Rezept auszustellen, ohne dass diese(r) schwer krank ist.»

Auslöser für Minellis Plan ist ein Tötungsdelikt in Rupperswil AG. Ein 64-jähriger Mann hat letzte Woche seine 73-jährige, schwer demenzkranke Ehefrau erdrosselt. Minelli geht davon aus, dass solche Dramen zunehmen werden. Rund 110 000 Schweizer leben heute mit einer Demenz. Bis 2050 wird aus demografischen Gründen von über 300 000 ausgegangen. Der Zürcher Oberstaatsanwalt Andreas Brunner lehnt Minellis Vorschlag kategorisch ab.

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