Derzeit sitzt Jans in der Arbeitsgruppe, welche die Charta für die Olympischen Winterspiele 2022 in Graubünden ausgearbeitet hat. «Ohne Bekenntnis der Bündner Regierung haben wir keine Garantie, dass die in der Charta aufgelisteten Prinzipien auch wirklich eingehalten werden.» Da mache er nicht mehr mit. «Da spiele ich nicht länger das grüne Feigenblatt für die Olympia-Promotoren.»

Jans hat immer betont, dass er die Olympia-Kandidatur unterstütze – vorausgesetzt, dass die Nachhaltigkeit ernst genommen werde und sich die Bündner Bevölkerung klar dafür ausspreche.

Der SP-Nationalrat ist nicht der Einzige, der jetzt von der Bündner Regierung ein Bekenntnis verlangt: Der grünliberale Nationalrat Josias Gasser (GR), der ebenfalls in der Charta-Arbeitsgruppe sitzt, soll schon laut darüber nachgedacht haben, seiner Partei die Nein-Parole für die Bündner Olympia-Abstimmung vom 3. März vorzuschlagen. Gasser selbst war gestern für den «Sonntag» nicht erreichbar.

Die Charta schreibt unter anderem vor, dass die Winterspiele klimaneutral durchgeführt werden müssen und Naturschutzgebiete nicht beeinträchtigt werden dürfen. Einer der Charta-Hauptautoren ist Daniel Wiener, Jans’ Arbeitskollege beim Beratungsbüro Ecos. Wiener wird für seine Arbeit an der Charta bezahlt, Jans wird nicht entschädigt.

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