Roger Federer (35) landet einen Coup: Auf seinen Wunsch hin engagiert sich Susanna Mally Lemann (39) für seine für ihn so wichtige Stiftung «Roger Federer Foundation». Gemäss Handelsregistereintrag vom 23. Dezember 2016 ist die Schweizerin aus Rapperswil-Jona SG nun offiziell Mitglied des Stiftungrats. Lemann freut sich auf das anspruchsvolle Engagement: «Drei Dinge, die mich beschreiben: neugierig, herzlich, konstruktiv», lässt sie auf der Website von Federers Stiftung verlauten. «Ein Zitat, das zu mir passt: Wenn du liebst, was du tust, kommt auch der Erfolg.»

Der internationale Einfluss von Susanna Mally Lemann ist gross. Sie ist die zweite Ehefrau eines der reichsten Männer der Welt: Jorge Paulo Lemann (77). Sein aktuelles Vermögen wird vom Wirtschaftsmagazin «Forbes» auf umgerechnet rund 28 Milliarden Franken geschätzt. Damit ist er der reichste Schweizer, denn der 90-jährige Ikea-Gründer Ingvar Kamprad (über 40 Milliarden Franken Vermögen) lebt seit einiger Zeit wieder in seiner Heimat Schweden.

Jorge Paulo Lemann, schweizerisch-brasilianischer Doppelbürger und Vater von sechs Kindern, lebt bescheiden. Fast schon ironisch ist, dass er weder Alkohol noch Fastfood mag. Denn mit dem Kauf unter anderem von Burger King, dem Ketchup-Hersteller Heinz oder Anteilen am weltgrössten Bierkonzern Anheuser-Busch Inbev ist er zum Multimilliardär aufgestiegen ist. Roger Federer, mit dem er seit vielen Jahren eine Freundschaft pflegt, lernte er über die gemeinsame Leidenschaft für den Tennissport kennen. Lemann, Sohn eines von Langnau im Emmental nach Brasilien ausgewanderten Käsehändlers, wurde während seiner Studienzeit in Genf sogar Schweizer Meister. Er schaffte es 1962 ins Schweizer Davis-Cup-Team und spielte an den Grand-Slam-Turnieren von Wimbledon und Paris. «Als ich realisierte, dass ich es nicht unter die zehn Besten schaffe, gab ich meine Tenniskarriere auf», sagte er in einem Interview mit der «Bilanz». Danach startete er als Finanzinvestor durch.

Bessere Bildung für Kinder ermöglichen
Mit dem Entschluss, Jorge Paulo Lemanns Gattin in die Stiftung zu holen, erhöhen sich die Chancen, dass Roger Federer seine ambitiösen Ziele erreichen kann: «Wir sind überzeugt, dass alle Eltern für ihre Kinder beste Chancen möchten. Daher unterstützt meine Stiftung seit über zwölf Jahren Eltern und lokale Bevölkerungsgruppen in den Bemühungen, ihren Kindern eine Chance auf gute Bildung zu bieten. Bis 2018 möchten wir eine Million Kinder erreichen», schreibt der Tennisstar auf seiner Website.

Die Stiftung unterstützt Bildungsprojekte im Süden von Afrika und in der Schweiz. Das Engagement konzentriert sich im Ausland auf die Verbesserung der Bildungsqualität auf Primarschulstufe sowie der frühkindlichen Bildung. In der Schweiz steht die ausserschulische Förderung von Kindern im Vordergrund, die von Armut betroffen sind.

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper.