Die Schweiz steht im Herbst vor einem politischen Rechtsrutsch. FDP und SVP können in vielen Kantonen mit Sitzgewinnen rechnen. Das zeigt eine detaillierte Analyse der «Schweiz am Sonntag». Diese hat sie in Zusammenarbeit mit ihren Regionalredaktionen erstellt. Sie stützte sich dabei auf die Situation in den Kantonen.

Allein im Nationalrat könnte die FDP sieben, die SVP drei zusätzliche Mandate holen. Insgesamt winkt dem Mitte-Rechts-Lager ein Gewinn von elf Parlamentssitzen. Ihre Sitze halten dürften die SP und auch die CVP.

Wahrscheinlichste Verliererin ist derzeit die GLP, die allein im Nationalrat bis zu sechs Mandate einbüssen könnte. In mehreren Kantonen, darunter Thurgau, Graubünden und St. Gallen, wäre es vor allem die FDP, die – anders als noch vor vier Jahren – von besseren Listenverbindungen profitiert. Zusätzlich droht den Grünliberalen der Verlust ihrer beiden Ständeratssitze in Zürich und Uri. Damit wäre die Fraktion faktisch halbiert. Auch BDP und Grüne müssen wohl Sitze einbüssen. Ihnen droht der Verlust von jeweils drei Nationalratssitzen. Gute Chancen auf ein Mandat in der grossen Kammer haben kleine Linksaussenparteien in Genf und Zürich sowie die EDU.

Unmittelbare Folgen hätte ein derart zusammengesetztes neues Parlament für die Bundesratswahlen im Dezember. Sollte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf erneut zur Wahl antreten, könnte die Wahl eng werden.

Gemäss Analyse der «Schweiz am Sonntag» käme das Mitte-Rechts-Lager, bestehend aus SVP (62), FDP (48), GLP (6) und diversen Rechten (5), rein rechnerisch auf 121 Stimmen. Und das Mitte-Links-Lager mit SP (57), Grünen (14), CVP (43), EVP (2) und Linken (2) auf 125 Stimmen. 2011 war Widmer-Schlumpf mit 131 Stimmen gewählt worden.

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