Die Schweiz spricht über Ihre Liaison mit einem nun suspendierten Chefbeamten. Wie ist das für Sie?
Elena T.: Es ist nicht fair. Ihm gegenüber nicht und mir gegenüber nicht.

Warum?
Ich habe ihn als Mann kennen gelernt und nicht als Chef der Bundeskriminalpolizei. Er war für mich auch ein Mann und kein Polizist.

Aber Sie wussten, was sein Beruf war?
Natürlich. Aber wir haben nie über Geheimnisse gesprochen. Das hat mich auch nicht interessiert.

Es gibt einen Gerichtsentscheid, es sei «staatsgefährdend» gewesen, dass er Sie auf Geschäftsreise nach Russland mitgenommen hat.
Dazu kann ich nur sagen: Ich bin kein Risiko für die Schweiz.

Hat er Ihnen gesagt, dass Sie einer Sicherheitsprüfung unterzogen wurden?
Vielleicht hat er es gesagt, aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern.

Was halten Sie denn davon?
Wenn er es für richtig gehalten hat, habe ich damit kein Problem. Ich habe ihm vertraut.

Was haben Sie eigentlich in St. Petersburg gemacht?
Ich habe meine Mutter getroffen und Kolleginnen aus der Schulzeit.

Es heisst, Ihr Vater sei Berufsoffizier gewesen.
Das ist richtig. Er war bei einer Bau-Division und an der militärischen Hochschule.

Was hat er dort gemacht?
Junge Militärs ausgebildet. Leider ist er verstorben.

Sie sind Skilehrerin in St. Moritz. Haben Sie Wladimir Putin getroffen, als dieser dort war?
Nein.

Es gibt aber Gerüchte.
Es stimmt nicht.

Im «Blick» wurde ein Skilehrer-Kollege zitiert mit: «Sie trägt nur die teuersten Kleider und verkehrt in den Edelclubs.»
Ich trage nicht nur teure Kleider, sondern auch solche aus der Migros. Und im «King’s Club» in St.Moritz war ich noch nie. Es hiess auch, ich hätte schon 1000 Franken Trinkgeld bekommen. Das war für alle Skilehrer, nicht für mich allein.

Ärgern Sie diese Klischees?
Das gibt es bei uns Russinnen leider immer wieder.

Haben Sie noch Kontakt mit Michael Perler?
Nein.

Wünschen Sie ihm, dass er seinen Job behalten kann?
Dazu möchte ich lieber nichts sagen.

*Name der Redaktion bekannt

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