Christoph Blocher will 2015 nochmals antreten

Fühlt sich genauso fit wie bei seiner Wahl vor zehn Jahren in den Bundesrat: Christoph Blocher bei der Vereidigung am 10. Dezember 2003. Links von ihm Micheline Calmy-Rey (SP), rechts Hans-Rudolf Merz (FDP). Foto: Keystone

Fühlt sich genauso fit wie bei seiner Wahl vor zehn Jahren in den Bundesrat: Christoph Blocher bei der Vereidigung am 10. Dezember 2003. Links von ihm Micheline Calmy-Rey (SP), rechts Hans-Rudolf Merz (FDP). Foto: Keystone

SVP-Übervater tritt nur dann zurück, wenn Bundesrat und Parlament ihre Europapolitik umkehren.

Vor zehn Jahren wurde er Bundesrat, vier Jahre später wieder abgewählt. Jetzt hofft man bei CVP, BDP und FDP, dass Christoph Blocher Ende 2015 auch aus dem Nationalrat austritt. Komme es zum Abgang, habe die SVP ihren zweiten Bundesratssitz auf sicher: Dies gaben Parlamentarier dem SVP-Präsidenten Toni Brunner und Fraktionschef Adrian Amstutz zu verstehen, wie Christoph Blocher sagt. Gegenüber der «Schweiz am Sonntag» betont Blocher: «Wir wollen den zweiten Bundesratssitz, aber nicht unter allen Umständen.»

Zu einem Rücktritt auf Ende der Amtsperiode hin sei er bereit, «wenn ich sicher sein kann, dass Bundesrat und Parlament ihre Europapolitik umkehren und für die Unabhängigkeit der Schweiz einstehen». Doch für ihn ist klar: «Sie tun das Gegenteil, akzeptieren fremde Richter und die automatische Übernahme von EU-Recht.» Spiele die Gesundheit mit, müsse er 2015 nochmals antreten, obwohl es im Parlament «mühsam» sei: «Es hat hier fast nur noch Berufspolitiker.» Bei den Wahlen im Oktober 2015 wird Blocher 75-jährig sein, Ende der Amtsperiode wäre er 79.

Während Blochers Kandidatur in der Zürcher SVP auf keinen nennenswerten Widerstand stiesse, versucht man Nationalrat Toni Bortoluzzi (66) zum Rücktritt zu bewegen. Doch dieser sagt: «Es reizt mich, nochmals anzutreten.» Geprüft wird eine SVP-Seniorenliste.

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