Wer die neuen SecureApps von XenMobile als Angestellter der Bundesverwaltung bereits verwendet, ist kein besonders grosser Fan davon. Die Apps seien bedienerunfreundlich, sagen Anwender. E-Mails müssten gleich doppelt gelöscht werden, damit sie auch wirklich im Papierkorb landeten. Und neue E-Mails würden nur stossweise angezeigt, die Synchronisation mit den Computern im Büro funktioniere verzögert. Viele Angestellte weichen deshalb auf ihr privates E-Mail aus, wenn sie etwa Texte und Informationen weiterleiten wollen.

Das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) führt zurzeit in der Bundesverwaltung das sogenannte Mobile Device Management ein. Damit werden 17 000 mobile Geräte wie iPhones und iPads inventarisiert. Dazu setzt das Informatiksteuerungsorgan auf XenMobile von Hersteller Citrix. Es handle sich um eine Standardlösung, die über eine öffentliche WTO-Ausschreibung beschafft worden sei, sagt Sonja Uhlmann, Medienverantwortliche des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT).

Dass das Informatiksteuerungsorgan für ihr Mobile Device Management mit Citrix ausgerechnet eine US-Softwarefirma auswählte, sorgt für Stirnrunzeln. Die USA gelten nicht als Land, in dem der Datenschutz einen hohen Stellenwert hat. Das BIT habe diesen Bedenken sehr wohl Rechnung getragen, sagt Uhlmann. Um die Sicherheit zu gewährleisten, seien etwa die Daten auf jenen Servern gespeichert, die in der Infrastruktur der Bundesverwaltung betrieben würden. Zudem sei die XenMobile-Infrastruktur bundesintern so gebaut worden, dass sie gegen Angriffe und Datenabflüsse geschützt sei. Uhlmann betont: «Das wird regelmässig überprüft.»

Die Bundesdaten sind innerhalb einer sogenannten Sandbox gespeichert und zusätzlich passwortgeschützt. «Die Lösung des Mobile Device Managements mit einer zusätzlichen Passworteingabe garantiert eine erhöhte Sicherheit», sagt Uhlmann. Sie sei dadurch aber leicht aufwendiger als die herkömmliche E-Mail-Lösung. Eingeführt werde das Management lediglich für die Benutzer von mobilen Geräten.

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper.