«Wir sind überzeugt, dass 140 km/h eine angemessene Geschwindigkeit auf Schweizer Autobahnen darstellt», sagt Mathias Ammann, Zentralpräsident des Automobil-Clubs der Schweiz (ACS). Deshalb habe der ACS beschlossen, die Volksinitiative «Höchstgeschwindigkeit 140 km/h auf Autobahnen» zu unterstützen, sagt Ammann.
Als die Schweiz Mitte des letzten Jahrhunderts ihr Nationalstrassennetz plante, rechneten die Ingenieure mit einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Sichtverhältnisse, Belag, Spuren und Sicherheit waren so konzipiert, um eine schnelle Fahrt zu ermöglichen.

1977 legte der Bundesrat die Höchstgeschwindigkeit auf 130 km/h fest. Im Zuge der Diskussionen um das Waldsterben wurde die Tempolimite auf 120 gesenkt. Damals wurde den Autofahrern versprochen, dass es sich nur um eine «beschränkte Sofortmassnahme bis 1987» handeln würde. «Doch aus diesem Provisorium wurde ein Dauerzustand, der seither stillschweigend akzeptiert wird», sagt Ammann.

Tatsächlich haben die Fahrzeuge in den letzten Jahren eine immense technische Entwicklung durchgemacht. Das Fahrverhalten und die Sicherheit lassen sich nicht mit den Autos vor 30 Jahren vergleichen. Tempo 140 stelle dabei kein Problem dar, ist deshalb der ACS überzeugt.

Tempo 140 auf Autobahnen sei angemessen und unter Berücksichtigung der günstigen Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnisse durchaus verantwortbar und überdies leicht realisierbar, sagt Ammann. Allerdings dürfte Tempo 140, wenn die Initiative dereinst vom Stimmvolk angenommen würde, nur ausserhalb der Stosszeiten gefahren werden. Dessen ist sich auch der ACS bewusst. Wichtig sei auch, dass Tempo 140 durchgesetzt kein Freipass für Tempo 150 oder 160 bedeuten würde, sagt Ammann.

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