VON PATRIK MÜLLER

Der weltbekannte Autor Paolo Coelho (62) wohnt seit kurzem in Genf. «Ich bin stolz, hier in der Schweiz zu leben, es ist ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen!», sagte Coelho am Rand des Davoser Weltwirtschaftsforums gegenüber dem «Sonntag».

Coelho hat nun drei Wohnsitze: Paris, Rio de Janeiro, seine Heimatstadt in Brasilien – und nun eben Genf. Dort fühlt er sich so wohl, dass für ihn schon jetzt feststeht: «Mein nächstes Buch werde ich in der Schweiz schreiben.» Wann dieses erscheint und wovon es handelt, will der Bestsellerautor («Der Alchimist», «Der Zahir») noch nicht verraten.

Umso gesprächiger wird Coelho dafür, wenn man ihn auf seine neue Wahlheimat anspricht. «Hören Sie auf, sich Sorgen über den Ruf Ihres Landes zu machen. Ich reise auf der ganzen Welt herum und höre nur Gutes über die Schweiz.» Die Schweizer müssten selbstbewusster sein. «Das mit den Banken, das geht schnell wieder vorüber. Und was ist so schlimm, wenn die Schweiz überall mit den Banken in Verbindung gebracht wird? In Brasilien kümmert es auch niemanden, dass es auf Karneval und Fussball reduziert wird.»

Paolo Coelho war diese Woche in Davos, weil er Mitglied der Stiftung «für soziales Unternehmertum» von Klaus Schwab ist.

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