Nach fast drei Monaten Spielzeit ist die Bilanz ernüchternd: Nur rund 23 000 Zuschauer haben sich bisher ein Ticket für den ersten Schweizer 3-D-Kinofilm gekauft, in dem acht junge Leute im Jura halluzinogene Pilze essen und Ex-Miss Melanie Winiger (33) eine eiskalte Killerin spielt.

Beim Filmverleih redet man das Ergebnis schön: «Ein Resultat, mit dem wir zufrieden sind, vor allem im Vergleich zu anderen Titeln dieses Genres. Wobei es natürlich immer besser sein könnte», sagt Daniel Höltschi von der Ascot Elite Entertainment Group, der Verleihfirma von «One Way Trip».

«Der Kinoherbst 2011 war generell unbefriedigend, viele Filme liegen deutlich unter den Erwartungen. Einige Wochenenden zählen sogar zu den schlechtesten überhaupt, was die Einspielergebnisse betrifft.» Es sei doch klar, dass die Leute bei solch herrlichem Herbstwetter an den Wochenenden Aktivitäten in der Natur vorziehen. «Wer sitzt schon gerne bei strahlend blauem Himmel ins Kino?»

Wann und in welche Länder der Horror-Film exportiert werden kann, dazu wollte Produzent Valentin Greutert keine Stellung nehmen. Aber Höltschi verrät: «In Österreich war ‹One Way Trip› ebenfalls erfolgreich, Verhandlungen mit weiteren Ländern laufen und sehen sehr vielversprechend aus.» Es wäre den Machern des ersten Schweizer 3-D-Kinofilms gegönnt, denn die mit rund 3 Millionen Franken budgetierte Produktion ist für Schweizer Verhältnisse sehr hoch.

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