Wer WhatsApp auf seinem Handy hat, kann ein Lied davon singen: Täglich kursieren neue Kurzfilmchen – mehrheitlich mit Inhalten wie lustigen Sketchen. Gemäss der Handy-Fachzeitschrift «Connect» aber auch viele Kurz-Clips mit pornografischen Inhalten. Dabei werden oft auch Stars, von denen viel Filmmaterial besteht, missbraucht und skurril zusammengeschnitten.

Neustes Opfer: der Schweizer Jodelstar Melanie Oesch (28). Auf einem 12-sekündigen Video sieht man sie fröhlich jodeln, dann ist es zusammengeschnitten, als hätte sie während des Jodelns Sex mit mehreren Männern. Auf Anfrage will weder Oesch noch ihr Manager den primitiven Angriff kommentieren. Der Schweizer Medienanwalt Georg Gremmelspacher rät dem Star zur Klage: «Melanie Oesch kann zivilrechtlich gegen jeden vorgehen, der an der Persönlichkeitsverletzung mitwirkt. Konkret also gegen den, der solche Filme herstellt und zu verbreiten beginnt.» Leider gebe es dabei oft Schwierigkeiten, «denn es ist zum Teil fast unmöglich, den Urheber herauszufinden». Gremmelspacher: «Und der Betreiber von WhatsApp wird argumentieren, dass er keine Kenntnis von den Inhalten und damit auch keine Handlungsmöglichkeit hätte. Doch bei diesem Filminhalt kann auch eine Strafanzeige gemacht werden.»

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