Promi-Paare sind besonders gefordert, da sie meistens nur dank ihrem extremen Ehrgeiz und Einsatz überhaupt bekannt geworden sind und es bleiben können. «Dies ist ein sehr hoher Risikofaktor für die Beziehung», sagt Paartherapeut Klaus Heer (69). Vermutlich sei es unmöglich, ein Star und gleichzeitig ein hingebungsvoll liebender Mensch zu sein. «Beides bringt einen an die Grenzen seiner Möglichkeiten. Das stellen ja auch schon die ganz gewöhnlichen Paare fest.»

Heer ist überzeugt, man müsse sich entscheiden: «Entweder investiere ich in meine höchsten beruflichen Ambitionen oder ich suche mein Glück in einer dauerhaften befriedigenden Beziehung. Beides geht kaum.»

TV-Legende Kurt Felix (70, «Verstehen Sie Spass?») ist anderer Meinung – mit seiner Paola (51) ist er seit 1980 verheiratet und hat bewiesen, dass eine Promi-Ehe doch funktionieren kann: «Unsere Ehe funktioniert von sich aus optimal, ohne dass wir uns dafür irgendwie verbeugen oder besonders anstrengen müssten oder psychologische Ratschläge bräuchten. Berufliche Ambitionen und Eheglück haben sich bei uns nie ausgeschlossen», sagt Felix.

Wie Kurt Felix ist auch Entertainerin Monika Kaelin (57) mit ihrem Partner Fritz Künzli (66) schon viel mehr als 20 Jahre glücklich. «Jedem seinen Freiraum lassen und nicht zu viel nörgeln» ist ihr Rezept. «Und wenn der Haussegen wirklich einmal schief hängt, Respekt bewahren und nicht persönlich werden, sondern Dampf ablassen beim Putzen, Joggen oder gemeinsamen Tennisspielen. Bei einem feinen Essen mit Kerzenlicht ist dann bald alles wieder vergessen. Liebe geht ja bekanntlich auch durch den Magen.»

Familien Felix, Kaelin und Künzli sind Ausnahmen, denn Liebesjahre zählen bei VIPs doppelt – zwischen Job, Partys und ständiger Medienbeobachtung haben die meisten Ehen eine geringe Halbwertszeit. «Der Sonntag» hat Ausnahmen gesucht und zeigt, welche zehn Paare es bisher erfolgreich geschafft haben – und welche scheiterten.

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