Als er seinem Bekanntenkreis zum ersten Mal von seiner Autovision erzählte, schüttelten viele nur den Kopf. Doch Ueli Anliker (53) hat es allen gezeigt, ihm ist ein Meisterwerk gelungen: «Seit das Auto fertig ist, ernte ich überall nur Lob und Bewunderung», schwärmt der gelernte Automechaniker.

Mehr als 13 Monate arbeitete er beinahe Tag und Nacht mit bis zu 35 Personen an seinem Prunkstück. Und obwohl ihm das Auto «sehr ans Herz gewachsen ist», will er es jetzt verkaufen: «Ich bin Unternehmer und muss neben all meinen Träumen auch ans Geld denken», so Anliker. 10 Millionen Schweizer Franken will er für das Luxusauto aus Gold.

Dafür hat das Sondermodell aber auch viel zu bieten: In die bis zu 25-schichtige rote Wagenfarbe wurden über fünf Kilo pures Gold eingearbeitet. Auch sämtliche Schriftzüge, Embleme sowie die Felgen und die seitlichen und Fronthaubenkiemen der Abluft wurden mit 24 Karat vergoldet. Zudem verwendete Ueli Anliker über 600 Rubine und Goldleder, um dem Auto ein noch schöneres Antlitz zu geben. Rechnet man die Arbeitsstunden und das Material, hat der Winznauer nach eigenen Angaben viele Millionen Franken in den Spass investiert.

Und es ist gut möglich, dass sich der Aufwand gelohnt hat, denn schon jetzt haben sich erste Interessenten aus den Wüstenstaaten Dubai und Abu Dhabi und sogar aus China gemeldet. Anliker: «Vor allem in den reichen Emiraten fährt man besonders auf solche Unikate ab, dort sieht man die extremsten Autos auf den Strassen. Denn man kann sie sich auch leisten.» Aber auch Angebote aus der Schweiz würde Ueli Anliker jederzeit annehmen. Interessenten sollen ihm ein E-Mail schreiben: anliker-ueli@bluewin.ch

Bis sein Auto der Superlative den Besitzer wechselt, steht es in seinem Museum in der Nähe von Olten. Und wer sich den roten Flitzer (350 km/h Spitzengeschwindigkeit) nicht leisten kann, sollte aber lieber nicht auf dumme Gedanken kommen: «Ich kann den Motor per SMS ausschalten und den Wagen auf dem Handy orten», warnt Anliker allfällige Diebe. «Zudem ist das Auto versichert, wir haben Panzerglasscheiben im Museum, es wird komplett mit Kameras überwacht und wir haben eine Alarmanlage. Das Kunstwerk ist so sicher parkiert wie das Gold in der Nationalbank.»

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