Ralf Huber, Chef der Mister-Schweiz-Organisation, verrät am Telefon schweren Herzens: «Dieses Jahr findet keine Mister-Schweiz-Wahl statt.» Und für 2015 sei ebenfalls noch nichts geplant. «Dies ist der Stand meiner Informationen, mehr kann ich nicht dazu sagen.» So ist es also gut möglich, dass die Prophezeiung des letzten gewählten Schweizer Schönheitskönigs Sandro Cavegn (30) wahr wird: «Es ist vorbei, der Markt ist überflutet. Die Leute haben genug von den zahllosen Castingshows», sagte er letztes Jahr in einem Interview.

Verleger Jürg Marquard (69), Besitzer der Mister-Schweiz-Organisation, liess 2013 die Wahl aus wirtschaftlichen Gründen kurzfristig platzen – war aber dennoch zuversichtlich: «Davon gehe ich aus», antwortete er auf die Frage, ob 2014 wieder eine Mister-Wahl stattfindet. Der steinreiche Verleger hat es jedoch enorm schwer, mit der ramponierten Marke beim Publikum und vor allem bei den Sponsoren wieder Vertrauen zu gewinnen.

Die Zukunft der Mister-Schweiz-Wahl ist ungewiss
Denn gerade mal 45 700 Menschen waren im Schnitt dabei, als zwölf Schönlinge im August 2012 auf 3+ um den Mister-Titel kämpften. Das war ein Marktanteil von schlappen 3,1 Prozent! Eine herbe Enttäuschung für alle Beteiligten. Auf Anfrage liess Marquard über seine Sekretärin ausrichten, dass man noch nichts zu den weiteren Plänen sagen könne. Die Zukunft der Mister-Schweiz-Wahl ist somit ungewiss.

Der Zuger Immobilien-Multimillionär Guido Fluri (48) hatte mit seiner Investition bei der Miss-Schweiz-Organisation mehr Glück als Jürg Marquard. Vor zwei Jahren rettete Fluri mit viel privatem Geld die Marke vor dem Aus und konnte mit neuer Show und der gewählten Miss Schweiz Dominique Rinderknecht (25) die Sponsoren und das Publikum überzeugen.

Gemäss Claudio Righetti, Chef der Miss-Organisation, könne das Publikum bei der diesjährigen Wahl am 11. Oktober einiges erwarten: «Zuallererst eine faszinierende Unterhaltungsshow mit viel Glamour, Musik, interessanten Kandidatinnen und einer prominenten Jury. Das alles in einer noch nie da gewesenen Kulisse auf dem Bundesplatz in Bern.»

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