Als Jurorin der SRF-Casting-Show «Die grössten Schweizer Talente» ist sie derzeit wieder am TV und in den Printmedien dauerpräsent – und auch unter den ehemaligen Schweizer Schönheitsköniginnen ist Christa Rigozzi (31) die unangefochtene Spitzenreiterin: Wer die quirlige Tessinerin für einen Firmenevent oder eine Gala als Moderatorin buchen will, muss gemäss Recherchen dafür bis zu 8000 Franken pro Auftritt hinblättern. Für eine Werbekampagne sind es zum Teil Beträge im sechsstelligen Bereich.

Manager Raffy Locher rechtfertigt die hohe Summe: «Zu jeder Moderation gehören eine solide Vorbereitung, mehrere Stunden Einsatz vor Ort, und zum Teil muss sie dann auch mehrsprachig moderieren.» Christa beweise schon seit ihrer Wahl im Jahr 2006 Kontinuität, habe ein tadelloses Image und geniesse bei der breiten Masse enorme Sympathien. Dies sicher auch dank ihrer Präsenz in diversen TV- und Showformaten wie SRF, 3plus oder «Das Zelt». «Wohl darum ist sie die derzeit am besten gebuchte Ex-Miss», sagt Locher, der bis vor drei Jahren noch bei der Miss-Schweiz-Organisation als Manager tätig war.

Melanie Winiger (36), die erst vor kurzem öffentlich einen Polizisten beleidigte und nun mit Ex-Bachelor und Frauenheld Vujo Gavric (28) liiert sein soll, hat aufgrund ihrer vielen Eskapaden längst an Glanz verloren. Sie gehört zwar momentan immer noch zu den Top-Verdienerinnen im hartumkämpften Ex-Missen-Zirkus, doch für ein langfristiges Engagement werde sie für Sponsoren immer unberechenbarer, heisst es unter Werbeprofis. Wenn sie weiterhin für Negativ-Schlagzeilen sorge und ihr Image nicht sorgfältig pflege, verliere sie an Marktwert.

Neu-Schlagersängerin Linda Fäh (27) oder Millionärsgattin Fiona Hefti (34) dagegen sind dauerstrahlende Sauberfrauen. In der Branche spricht man von einer «soliden Langzeitpräsenz». Hefti moderierte lange das prestigeträchtige Zürcher Zoofest, verlor den lukrativen Job jedoch letztes Jahr an Ex-Missen-Königin Christa Rigozzi. Trotzdem hat Hefti ein tadelloses Image und gilt als sicherer Wert. Linda Fäh angelte sich einen Plattenvertrag in Deutschland und produziert inzwischen bereits ihr zweites Album. Auch TV-Profi Tanja Gutmann (37) hat ihren Preis, erklärt aber: «Ich verlange für eine aufwendige Gala- oder Eventmoderation rund 5000 Franken, doch je nach Aufwand und mit Aussicht auf Folgeaufträge komme ich sicher mit dem Preis entgegen.»

Andere Ex-Missen wie Lauriane Gilliéron (30) oder Stéphanie Berger (37) verdienen nicht als Moderatorinnen, dafür als Schauspielerinnen oder Werbeträgerinnen ebenfalls viel Geld. Im Gegensatz zu vielen Vorgängerinnen ist die neue Miss Schweiz Laetitia Guarino (22) keine Geldmaschine. Bekannt ist, dass die amtierende Schönheitskönigin nur einen Fixlohn von rund 10 000 Franken pro Monat erhält, der Rest des Geldes fliesst in wohltätige Projekte. Nach dem Missenjahr will sie aus dem Showgeschäft aussteigen. Früher zahlte sich das Schönsein während des Amtsjahrs mehr aus: Christa Rigozzi verdiente in zwölf Monaten über eine halbe Million Franken. Aber auch Schönheitsköniginnen wie Dominique Rinderknecht (400 000 Franken) oder Amanda Ammann (450 000 Franken) sahnten während ihrer Zeit als Miss Schweiz kräftig ab.

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