Vor knapp zwei Monaten stieg Model Xenia Tchoumitcheva (25) als Rapperin ins Popbusiness ein: Die Vize-Miss veröffentlichte ihre erste Single-CD «So Beautiful» («So wunderschön»). Darauf zu hören sind auch DJerem (25) und Chris Willis (35), Sänger des französischen Star-DJs David Guetta (45).

Der Ausflug ins Musikgeschäft hat sich für die ehemalige Vize-Miss noch überhaupt nicht gelohnt: Ihr Erstlingswerk ist in keiner Hitparade gelistet, die DJs in den angesagten Clubs spielen «So Beautiful» nicht und auch keine einzige Schweizer Radiostation hat den Song auf der Playliste. DJ Mark Wyss, Entdecker und Ex-Produzent von DJ Bobo, hat sich Xenias Rap-Song angehört und glaubt den Grund des Misserfolgs zu kennen: «Die Gesangs-Qualitäten überzeugen mich überhaupt nicht. Schönheit und Bekanntheit allein reichen eben noch lange nicht für einen Hit», so der Musikexperte. Er sei sich sicher, dass der Song «absolut keine Erfolgschancen» habe.

Dabei hatte sich Xenia Tchoumitcheva für ihre Gesangskarriere so viel vorgenommen: «Wenn ich etwas mache, will ich es richtig machen», sagte die Tessinerin bei der Lancierung vergangenen November. Sie habe mehrere Anfragen erhalten, auf einer CD zu singen. Bislang habe sie aber immer abgelehnt. Bei Hitparaden-Stürmer Chris Willis sagte sie aber zu. Musik sei seit ihrer Jugend eine Obsession, besonders House und Hip-Hop. In «So Beautiful» habe sie die beiden Stile vereinen können. Sie bleibt aber zuversichtlich: «Es ist alles gut, wir haben den Song gar noch nicht richtig lanciert und kein Geld in die Promotion investiert.» Sie wolle in zirka zwei Monaten in Miami einen Videoclip zum Song drehen.

Auch Erfolgs-Moderatorin Michelle Hunziker weiss trotz aufwendigem Videoclip, wie es sich anfühlt, einen CD-Flop zu landen: Die Ex von Schmusesänger Eros Ramazzotti lancierte vor sechs Jahren ihr Erstlingswerk «Lole» und verkaufte weltweit nicht einmal 1000 Stück davon. Da nützte auch alles Stöhnen nichts: «Lass es uns tun, Baby, von Mittag bis Mitternacht!», hauchte la belle Michelle und räkelte sich im Videoclip auf dem Bett. DJ Mark Wyss sieht dennoch etwas Positives, wenn Prominente singen wollen: «Die einzigen Gewinner sind die Tonstudios und Videoproduzenten, sie konnten den bekannten Frauen teure Produktionen verkaufen.»

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